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Pettersson-News: Performance of 1st Violin Concerto in Leipzig

The 2010/2011 concert season is nearly over – but there a still news coming up concerning the Pettersson centenary:

* The Leipziger Streichquartett who recorded Allan Petterssons 1st Violin Concerto and chamber music is going to perform the 1st Violin Concerto with Yamei Yu in the Gewandhaus Leipzig October, 30th, combined with the string quintet by Anton Bruckner (!) – please read the announcement of the Gewandhaus for more information. They will also play the Violin Concerto in a concert of the „Bayrische Akademie der schönen Künste“, München, November 24th.

* The BBC pays attention to the Pettersson centenary. Following the latest news from Gehrmans, BBC radio will include  works of AP within 19th to 23rd of September in their afternoon broadcasts on Radio 3. It is not yet sure if there is a chance of public concerts or recordings going along with the broadcast.

* klassik.com publishes an interview with Yamei Yu, soloist of the Violin-Concerto recording of MDG. There is also a review of the CD from Dr. Stefan Drees, named „In Petterssons Welt“

* The MDG CD is also reviewed by Norman Lebrecht and was „CD of the week“ in June.

* Obviously, there has been a further Pettersson-performance in Sweden in June, referring to this notice. Maria Herrlin sung a few Pettersson songs in Felestads kyrka, Svalöv and violinist Anna-Lena Norlander played chamber pieces. The concert was dedicated to the centenaries of Liszt and Pettersson.

Please have a look at the Pettersson-Calendar for updates!

Konzert für Streichorchester in Örebro

Das Svenska Kammerorkester hat Erfahrung mit der Musik von Allan Pettersson, die Streicherkonzerte 1 & 2 wurden bereits 2006 auf CD (bei Caprice) eingespielt, Dirigent war damals Petter Sundkvist. Nun nimmt sich Ola Rudner des 1. Streicherkonzertes an – es wird am 10. November 2011 im Konserthus Örebro aufgeführt, dazu Werke von Barber und Mendelssohn Bartholdy. Weitere Infos dazu auf der Veranstaltungsseite.

>> Alle Konzerte 2011 auf einen Blick

NEWS: Pettersson 2. Violinkonzert in Freiberg

Petterssons 2. Violinkonzert in Döbeln und Freiberg

Es gibt nicht viele Neuigkeiten, aber doch einige kleine Sensationen: Erneut wird die Mittelsächsische Philharmonie Freiberg ein Pettersson-Werk in einem ihrer Sinfoniekonzerte aufführen, es handelt sich diesmal um das 2. Violinkonzert, das nur äußerst selten überhaupt gespielt wird. GMD Jan-Michael Horstmann konnte dafür die Geigerin Rebekka Hartmann gewinnen, die schon bei der Aufführung der 7. Sinfonie im letzten Jahr mit dem Sibelius-Konzert gastierte und sofort von Petterssons Musik angetan war. Dass dies nun in eine Aufführung (vermutlich die einzige des Werkes überhaupt in diesem Jahr weltweit) des 2. Violinkonzertes mündet, ist grandios. Das Konzert findet am 28. Oktober in Döbeln statt und am 3. November in Freiberg (Sachsen).

Veranstaltung in der Bayerischen Akademie der Künste

Eine weitere Pettersson-Veranstaltung wird es am 24. November in der Bayerischen Akademie der Künste geben. Geplant sind Aufführungen des 1. Violinkonzertes (für Violine und Streichquartett, 1949) und der Barfußlieder in Auszügen. Zudem wird der Musikwissenschaftler und Autor Jens Malte Fischer einen Vortrag über Allan Pettersson halten.

Aufführung der Barfußlieder in Stockholm

Am 26. und 28. Mai fanden in Stockholm Konzerte mit den Barfußliedern (Orchesterfassung) statt, der Solist war Anders Larsson, die Königlichen Philharmoniker Stockholm spielten unter Leitung von Sakari Oramo. Eine Rezension des Konzertes ist beim Svenska Dagbladet online nachzulesen

Bis zum September, in den auch der 100. Geburtstag (19. September) fällt, sind keine weiteren Konzerte bekannt. Es empfiehlt sich jedoch, den Pettersson-Kalender 2011 zu bookmarken, die Termine sind immer aktuell gehalten.

Heute in Stockholm: 7. Sinfonie mit Leif Segerstam

Im Konzerthaus Stockholm findet heute ein Konzert mit der 7. Sinfonie von Allan Pettersson (Auf der Seite ist übrigens auch ein sehr interessantes Probenvideo von Leif Segerstam!) statt. Die Stockholmer Philharmoniker werden von Leif Segerstam geleitet, der schon früher für BIS mehrere Sinfonien aufgenommen hat und zwar nun seltener Pettersson aufführt, aber zu einem der großen Kenner und leidenschaftlichen Verfechter der Musik gehört. Zudem gibt es heute konzertbegleitend eine Ausstellung im Konzerthaus mit Fotos von Gunnar Källström – es sind die wohl bekanntesten (und nahezu einzigen) Porträts von Pettersson, die Källström durch persönlichen Kontakt mit Gudrun und Allan Pettersson anfertigen durfte. Das Konzert beginnt heute 19.30 Uhr, morgen wird es um 18 Uhr wiederholt. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Richard Strauss.

Das nächste Konzert mit Pettersson findet ebenfalls in Stockholm statt, am 26. und 28. Mai dirigert Sakari Oramo die Orchesterfassung der Barfußlieder (Solist Anders Larsson).

Nachtrag:

Neben Rezensionen des Konzertes im Svenska Dagbladet (Sofia Lilly Jönsson) und im Dagens Nyheter (Thomas Anderberg) erschien im Expressen einen Artikel von Lars Sjöberg, der nachdenkliche Grundton zum Jubiläum wird von der Aussage bestimmt „…wenn man in diesem Jahr überall nur Aufführungen der 7. Sinfonie wahrnimmt, könnte man auf die Idee kommen, Pettersson wäre bereits seit 100 Jahren tot.“

Kontrastreiche Passionsmusik mit Pettersson und Liszt

„Vox Humana“ und „Via Crucis“ im Konzert der Sing-Akademie zu Berlin

(Abstract below)

Außergewöhnlich bewegend geriet das Passionskonzert am Karfreitag in der vollbesetzten Gethsemane-Kirche in Berlin-Prenzlauer Berg durch die Auswahl der musikalischen Werke – keine der großen bekannten Passionsmusiken erklang, die Sing-Akademie zu Berlin unter Leitung von Kai-Uwe Jirka widmete sich stattdessen zwei Jubilaren des Jahres 2011: Franz Liszt und Allan Pettersson. Während man dem durch seine Klavierkompositionen im Konzertleben verankerten Liszt Raum für seine kaum bekannte späte, geistliche Vokalmusik gab, ist der Schwede Allan Pettersson (1911-1980) in unserer Konzertlandschaft völlig unterrepräsentiert – und das bei einem gewaltigen sinfonischen Werk, das er der Nachwelt hinterließ – die letzte deutsche Komplett-Aufführung der „Vox Humana“-Kantate datiert aus dem Jahr 1995 und es gibt eine einzige Plattenaufnahme, die kurz nach der Uraufführung entstand.

Die genaue Kenntnis des OEuvres dieser beiden Komponisten ließ wohl die Idee aufkommen, Liszt und Pettersson zu kombinieren. Jirka formte das Konzert als Kreuzweg in 14 Stationen und ließ sogar die einzelnen Werkteile beider Komponisten aufeinander prallen. Das Konzept ging vor allem deswegen auf, weil die verinnerlichte, manchmal kryptische Sichtweise von Liszt auf eine hochemotionale, offen die nackte, oft erbarmungslose Welt zeichnende Musik von Pettersson traf. Zudem konnte sich Jirka so im Liszt-Werk vor Längen bewahren, bei Pettersson hatte die Entscheidung zur Einbettung in ein Passionskonzert weitaus heftigere Folgen: Oft wurde dessen kompositorisches Werk als seine eigene Passion bezeichnet und das Bild vom leidenden Künstler bemüht. Jirka und auch der gute Programmhefttext gingen dieser unzureichenden Darstellung nicht nach, stattdessen wurden die Vertonungen der Kantate „Vox Humana“, die Pettersson 1974 nach seiner ebenfalls chorsinfonischen 12. Sinfonie schrieb, in den christlichen Passions-Kontext integriert.

Die Texte lateinamerikanischer Dichter und aus Inka-Gesängen erhielten so eine tiefere Bedeutung, wirkten fast wie ein zeitgenössischer Spiegel der Christus-Geschichte. Pettersson selbst hatte übrigens vorgesehen, dass die insgesamt 18 Teile der Kantate auch nichtzyklisch aufgeführt werden können – umrahmt von Liszt wirkten sie als geschlossene Bildwelten – Leif Aare beschrieb sie schon 1976 als „vokalmusikalisches Fresco“.

Großer Beifall nach dem Konzert

Der Sing-Akademie zu Berlin, vereint mit dem Staats- und Domchor kam die umfangreiche Aufgabe zu, die musikalischen Welten adäquat darzustellen und das gelang vortrefflich, mit wacher Konzentration und Durchdringung der Partituren. Rhythmischen Ausdruck wie in „Lynch“ oder ungewohnte harmonische Fortgänge wie in „Der Unbussfertige“ meisterte der Chor mühelos. Die Symphonische Compagney lieferte im Streichorchester nicht nur Orientierung, sondern bot starke eigene Farben dieser Musik an. Einige Pettersson-Stücke wurden vor der Aufführung auf deutsch rezitiert, dies vertiefte das Verständnis; Altistin Hilke Andersen überzeugte in den Solostücken mit flexiblem Ausdruck.

Im Kontrast zu dieser zeitgenössischen Sicht standen die Liszt-Stücke aus „Via Crucis“, dem „Tristis Anima Mea“ und dem abschließenden „Stabat Mater“. Während die Kreuzweg-Stücke mit Orgelbegleitung fast meditativen Charakter zeigten (mit dem Gerhardt-Choral „O Haupt voll Blut und Wunden im Mittelpunkt), war die Wahl des „Stabat Mater“ das einzige Wagnis des Konzertes, denn das fast vierzigminütige Stück am Ende des Konzertes verwischte ein den Kontrastreichtum des bereits Gehörten und konnte auch im Zusammenspiel zwischen Harmonium und Solisten – hier dazu Julia Giebel (Sopran), Ferdinand von Bothmer (Tenor) und Nikolay Borchev (Bariton) – nicht immer überzeugen. Der Chor konnte hier noch einmal ein großes romantisches Klangbild anlegen.

Dieses Passionskonzert war mutig, erzeugte großen Beifall vom Publikum und regte zum Nachdenken an, zudem wurde eine der wenigen Jubiläums-Aufführungen eines Werkes von Allan Pettersson in Deutschland überhaupt realisiert, dafür darf man gratulieren.
Alexander Keuk

Abstract

The Berlin Sing-Akademie (together with Staats- and Domchor Berlin) performed on Good Friday a concert which combined „Via Crucis“ by Franz Liszt and nine movements from „Vox Humana“ by Allan Pettersson – it was one of the few Pettersson performances in Germany in the centenary year. Conductor Kai-Uwe Jirka confronted both compositions and mixed them within a concept of the way of the cross. A special impact arose from the fourteen stations: on the one side the late Liszt, meditative and introvert, on the other Petterssons sight of the contemporary world facing cruel and sad pictures – filled with humanity in music. A recitation of the Pettersson-texts was given before the music to deepen the understanding. The performance had a stunning quality – the choirs acting with permanent concentration and a very good preparation. The choice to perform an extraordinary form of the passion of the Christ seemed courageous – it was a light on Pettersson not as a suffering creature but as a serious artist who has a deep view on nature and mankind.

Weitere Rezensionen:

* Der Tagesspiegel

* Blog „Night out @ Berlin“

* Blog von Alban Nikolai Herbst

Stehende Ovationen in Norrköping

Wie Norrköpings Symfoniorkester auf seiner Facebook-Seite berichtet, muss die gestrige Aufführung der 7. Sinfonie von Allan Pettersson ein großer Erfolg gewesen sein. Wörtlich schreibt das Orchester: „Dank an unser wunderbares Publikum! Was für Abend, als wir unseren fantastischen schwedischen Sinfoniker Allan Pettersson gefeiert haben. Das Orchester und unser erster Gastdirigent Stefan Solyom erhielten stehende Ovationen nach der Aufführung der packenden 7. Sinfonie und wir  danken aufrichtig dafür!“

Norrköpings Tidningar veröffentlichte bereits eine Rezension – Michael Bruze schreibt: „Das Orchester zeigte sich in Top-Form, die Aufführung der Pettersson-Sinfonie war ein Highlight der Saison; Konzentration, Konturschärfe und harmonische Schönheit waren die Leitthemen.“ – Pettersson selbst wird in der Rezension mit biografischen Bruchstücken gedacht und es gibt ein Zitat: „Min musik får sin näring av generationer av människor som jag aldrig känt, men som lever i mig, känner mig.“ – Meine Musik erhält ihre Nahrung von Generationen von Menschen, die ich nicht kannte, aber das lebt in mir, füht in mir.“ – Weiter heißt es: „Die Musik wollte alle Grenzen sprengen, fand schließlich in der atembereaubenden Streicherelegie für eine Weile Erlösung. Dies war eine Interpretation mit Respekt für die Musik – Solyom komprimierte alle Ereignisse mit ausgewogener Zeichengebung.“

Nachtrag: eine weitere Rezension ist jetzt im Folkbladet zu lesen.

Stefan Solyom

-> alle Pettersson-Konzerte 2011

(Foto Stefan Solyom: Brita Nordholm)

 

 

Barfußlieder in Kassel aufgeführt

Am 3. April fand in Kassel eine Aufführung der Barfußlieder (acht Lieder in der Orchesterfassung von Antal Dorati) statt. Patrik Ringborg dirigierte das Staatsorchester Kassel, Espen Fegran war der Solist.

Eine Rezension ist auf dem Online-Portal der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung zu lesen.

Wer noch Zeit hat, nach Norrköping zu fahren/fliegen, sollte langsam zum Flughafen: Morgen wird dort die 7. Sinfonie unter Leitung von Stefan Solyom aufgeführt, mehr darüber *hier*

6. Sinfonie wird im November in Schweden aufgeführt

Ganz aktuell erreicht uns die Nachricht, dass Allan Petterssons 6. Sinfonie im November vom Norrköpings Symfoniorkester aufgeführt wird. Damit setzt der Dirigent und Posaunist Christian Lindberg seine Zusammenarbeit mit dem Orchester in Sachen Pettersson fort. Die Sinfonie wird anschließend auch für die Firma BIS auf CD produziert, der Aufnahmetermin ist Januar 2012. Die Konzerttermine: 3. November, Konzert Geerhallen Norrköping – 4. November, Konzert in Linköping.Damit erklingt im Jubiläumsjahr neben der 7. Sinfonie ein wichtiges weiteres Werk der mittleren Schaffensperiode des schwedischen Sinfonikers.

Pettersson-Aufführung am 3. April in Kassel

Der Pettersson-Kalender für 2011 füllt sich nun. Ein weiteres Konzert gibt es schon in gut einem Monat in Kassel. Das 3. Sonntagskonzert des Staatsorchesters am 3. April im Opernhaus Kassel leitet GMD Patrik Ringborg, dafür hat er ein komplett skandinavisches Programm ausgewählt. Von Allan Pettersson erklingen die 8 Barfußlieder in der Orchesterfassung, der Solist ist Espen Fegran (Bariton), ein Mitglied des Staatstheaters.

Alle Pettersson-Konzerte 2011 finden sich *hier*

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