{"id":188,"date":"2011-11-06T22:42:20","date_gmt":"2011-11-06T21:42:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.petterssonblog.de\/?p=188"},"modified":"2011-11-06T22:42:20","modified_gmt":"2011-11-06T21:42:20","slug":"2-violinkonzert-sonaten-barfuslieder-und-ein-symposion-pettersson-in-freiberg-geehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.petterssonblog.de\/?p=188","title":{"rendered":"2. Violinkonzert, Sonaten, Barfu\u00dflieder und ein Symposion: Pettersson in Freiberg geehrt"},"content":{"rendered":"<p>Es waren gro\u00dfartige vier Tage, die vor allem die Mitglieder der Internationalen-Pettersson-Gesellschaft aber auch zahlreiche Besucher in Freiberg\/Sachsen von Mittwoch bis Sonnabend erleben konnten. Gleich drei Auff\u00fchrungen Petterssonscher Werke sowie ein wissenschaftliches Symposium mit zahlreichen, spannenden Vortr\u00e4gen sorgten daf\u00fcr, dass man auf eine sehr intensive, lebendige Weise dem Pettersson-Jubil\u00e4um gerecht wurde, wie es leider auf der Welt in diesem Jahr viel zu selten der Fall war.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rten in Freiberg vor allem einige leidenschaftliche Verehrer und Interpreten des Werkes von Allan Pettersson, die quasi in einer Kettenreaktion dieses kleine Festival erst m\u00f6glich gemacht haben und sich dabei in den Dienst der Musik stellten: Zun\u00e4chst Jan Michael Horstmann, GMD des Theaters in Freiberg, dessen Pettersson-Leidenschaft schon in den 90er Jahren entbrannte, als er als Dirigent an der Seite von Peter G\u00fclke in Wuppertal arbeitete, welcher damals Pettersson in Deutschland in gro\u00dfem Umfang in die Konzerts\u00e4le und damit ins Bewusstsein holte, damit auch einen Grundstein f\u00fcr die Pettersson-Rezeption in Deutschland legte. Horstmann dirigiere bereits 2009 die 7. Sinfonie in Freiberg. Damals war der Sinfonie das Violinkonzert von Sibelius zur Seite gestellt, die Solistin war eine junge Geigerin aus M\u00fcnchen: Rebekka Hartmann. Nachdem sie die 7. Sinfonie h\u00f6rte, war sie ebenfalls &#8222;infiziert&#8220;, das Resultat war nun die Zusammenarbeit zwischen Horstmann und Hartmann, die keine geringere Vision verfolgten als das 1978 geschriebene, h\u00f6chst anspruchsvolle 2. Violinkonzert in Freiberg zur Auff\u00fchrung zu bringen.<\/p>\n<p>Dies geschah nun im 1. Sinfoniekonzert der laufenden Saison, mit Mahlers 10. Sinfonie und Korngolds &#8222;Schauspielouvert\u00fcre&#8220; stellte Horstmann Werke aus dem Geburtsjahr Petterssons dem Violinkonzert zur Seite und offenbarte damit interessante Querverbindungen. Als die Realisierung dieses Konzertes n\u00e4her r\u00fcckte, beschloss die Pettersson-Gesellschaft, nicht nur ein Symposium und die zweij\u00e4hrliche Mitgliederversammlung in Freiberg stattfinden zu lassen, durch das Engagement weiterer Pettersson-Verr\u00fcckter gab es auch noch zwei Kammerkonzerte: Das Duo Gelland, gerade von einer USA-Tournee zur\u00fcckgekehrt, wo ebenfalls Pettersson auf dem Programm stand, spielte am Freitagabend die &#8222;Sieben Sonaten f\u00fcr 2 Violinen&#8220;, und Horstmann selbst setzte sich am Sonnabend ans Klavier, um Petterssons &#8222;Barfu\u00dflieder&#8220; der Winterreise von Franz Schubert gegen\u00fcberzustellen.<\/p>\n<p>Das kam auch beim Publikum gut an &#8211; dem 2. Violinkonzert, das erst nach der Pause gegeben wurde, folgte langer Beifall eines bewegten Publikums, das vor der Auff\u00fchrung auch das im Werk zitierte Barfu\u00dflied <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1AShIO1Ooxw\" target=\"_blank\">Herren g\u00e5r  p\u00e5 \u00e4ngen<\/a> im Original h\u00f6ren konnte. Vor allem honorierten die Zuh\u00f6rer die Leistung der Solistin Rebekka Hartmann, die dieses 50min\u00fctige Monstrum eines Violinkonzertes in einem Satz nicht nur mit unabdingbarer elektronischer Verst\u00e4rkung meisterte, sondern auch mit einem anhaltend gro\u00dfen Geigenklang und absoluter technischer Souver\u00e4nit\u00e4t &#8211; stets legte sie sich mit vollem Risiko, aber auch gro\u00dfer Spielfreude in jede neue gro\u00dfe Welle des Werkes hinein und verhalf dem gro\u00dfen kantablen Abgesang zu tiefem Ernst. Das Orchester unter Horstmann ging da Takt f\u00fcr Takt mit &#8211; solcher Enthusiasmus wirkte auch wie befreiend auf die Musiker, die harte Proben hinter sich hatten und sicher f\u00fcr sich selbst erst einmal einen Zugang zu dieser Musik finden mussten. Am Ende wirkte das Konzert bei den Interpreten wie bei den Zuh\u00f6rern lange nach.<\/p>\n<p>Das Symposium fand unter dem Titel &#8222;Pettersson100. Differenzierung und Aufbruch&#8220; von Donnerstag bis Sonnabend in der Musikschule Freiberg statt, hierbei kamen sowohl Vortr\u00e4ge zu einzelnen Werken wie der 4. Sinfonie, Vox Humana und den Barfu\u00dfliedern zur Geltung, als auch \u00fcbergreifende Betrachtungen zur Rezeption des Werkes oder zum Stand der Forschung. Alle Vortragsthemen finden sich <a href=\"https:\/\/www.petterssonblog.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Pettersson-Symposion-Stand-2011-10-18.pdf\" target=\"_blank\">hier <\/a>in einem PDF. Die Vortr\u00e4ge sollen auch bald publiziert werden.<\/p>\n<p>* Rezension: Chemnitzer &#8222;Freien Presse&#8220;, <a href=\"http:\/\/www.freiepresse.de\/NACHRICHTEN\/KULTUR\/Ein-Lied-Gustav-Mahlers-und-die-Folgen-artikel7809387.php\" target=\"_blank\">Reinhold Lindner: &#8222;Ein Lied Gustav Mahlers und die Folgen&#8220;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es waren gro\u00dfartige vier Tage, die vor allem die Mitglieder der Internationalen-Pettersson-Gesellschaft aber auch zahlreiche Besucher in Freiberg\/Sachsen von Mittwoch bis Sonnabend erleben konnten. 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