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Ein unablässiger Strom

Allan Petterssons 7. Sinfonie erklingt in der Elbphilharmonie Hamburg

Auf dem Spaziergang die Landungsbrücken entlang zur Elbphilharmonie möchte ich fast die Leute ansprechen, die mir entgegen kommen und sie einladen zu dem einmaligen Abend, der mir vermutlich bevorsteht – jedoch ist die Elbphilharmonie, die am 24. August vom Schleswig-Holstein Musik Festival bespielt wird, ist bereits ausverkauft. Offenbar wissen auch andere Konzertgänger:innen um die Besonderheit des Programms. Denn wann stand zuletzt eine Sinfonie von Allan Pettersson (1911-1980) auf dem Programm eines deutschen Konzerthauses? Und zugespitzt könnte man fragen: Wann hat sich ein deutsches Orchester überhaupt zuletzt an diese Musik gewagt?*

Der Musik des Schweden, der in seiner Heimat vor zwei Jahren in einem „Kulturkanon“ aufgenommen wurde steht und wohl deshalb nun zumindest in seinem Geburtsland etwas mehr aufgeführt wird, ist weder einfach zu spielen noch zu rezipieren. Und trotzdem kann man Ohren und Herz öffnen für das Besondere, das sich in dieser Musik zeigt. Im restlichen Europa tut man sich trotzdem schwer mit Pettersson – auch in England, wo derzeit mehrere skandinavische Dirigenten in Leitungspositionen wirken, tut sich nichts Neues.

Schon 2020 wollte das Schleswig Holstein Musik Festival Allan Pettersson aufführen – angesichts des langen Bestehens des Festivals möchte man sagen „endlich“, doch auch diese Hommage blieb dem Festival aus Pandemiegründen verwehrt. Sie wurde am 24.8. (in Lübeck) und am 25.8. (in Hamburg) nachgeholt, nicht ganz ohne Stolz, mit dem Gastspiel des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra einen echten Höhepunkt präsentieren zu dürfen. Denn wer, wenn nicht die Stockholmer, kennen „ihren“ Pettersson am besten, der ja als Bratscher in diesem Orchester anfing und sich etwa ab Ende der 30er-Jahre nur noch auf das Komponieren konzentrierte. Dabei ist auch der Tournee-Beitrag pikant, denn eben dieses Orchester strich bei einer Amerika-Tournee im Jahr 1975 die 7. Sinfonie des Komponisten vom Programm, worauf dieser dem Orchester ein Aufführungsverbot seiner Werke erteilte, das – gottlob – nun nicht mehr besteht. Und nun konnte man den Musiker:innen auf dem Podium der Elbphilharmonie das ehrliche Engagement und auch die Vertrautheit mit der Musik ansehen.

Den Konzerten in Deutschland gingen bereits im Januar und Februar Aufführungen der 7. und 8. Sinfonie in Stockholm voraus – letztere unter Leitung von Christian Lindberg, der in den letzten Jahren mit einer Gesamtaufführung der Sinfonien sowie CD-Einspielung mit dem Sinfonieorchester in Norrköping zumindest in Schweden Geschichte schrieb.

Doch zurück zum Konzert – gespannt war man vor allem auf die Interpretation, denn zumindest die 7. Sinfonie hat eine reiche Aufführungshistorie, weil man sie als zugängliches und eindrückliches Werk identifiziert und damit die erste Begegnung mit Petterssons Musiksprache erleichtern mag. Dabei entfaltet sich diese Eindrücklichkeit in einer Aufführung durchaus nicht von selbst, sondern muss sorgfältig erarbeitet werden. Da konnte man auch schon größere und kleinere Desaster in der Vergangenheit miterleben, da in Petterssons Sinfonik nicht nur jede einzelne Instrumentengruppe besonders in den Extremlagen und in der Artikulation gefordert ist, sondern auch die/der jeweilige Dirigent in seinem Verständnis von Partitur und Umsetzung.

Ryan Bancroft ist US-Amerikaner und steht dem Kungliga Filharmoniska Orkestern – wie es auf schwedisch korrekt heißt – seit 2023 vor. Seine Lesart der 7. Sinfonie ist flüssig und in der Elbphilharmonie zu Beginn fast ein wenig zu beherzt. Dabei verträgt der Saal außerordentliche Pianissimi, die Bancroft dann später wirklich dem Orchester abverlangt und damit vor allem zu einem tief empfundenen Schluss findet. Die erste große Steigerung des Werks baut er spannend auf, kommt aber dann einige Male in ein zu routiniertes Fahrwasser, dem das Orchester natürlich Folge leistet. Das eine oder andere Rubato, das er später dann vor allem in den Übergängen anlegt, hätte in den rhythmisch-flächigen Abschnitten zu weiterer Intensität beigetragen. Hier und da gab es auch ein kleines „Zuviel“ in den Trompeten, dann wieder bei den fast elektronisch anmutenden Klangkonstellationen zwischen Blech, Holz und Streichern kleine Hänger – die Akustik der Elbphilharmonie verzeiht nichts, legt aber auch die Partitur schonungslos offen, was zu einer Transparenz des Werkes führt, die man auch in anderen Konzerthäusern kaum erlangen wird, schon das Konzert einen Tag zuvor in der Kongresshalle Lübeck war von einer ganz anderen Akustik geprägt. In Allan Petterssons sind die Fäden immer kurz vor dem Zerreißen gespannt, und dies verlangt absoluten Mut beim Spielen. In den sehr offen liegenden Passagen gibt es kein zweites Mal, kein Zurück. Das verlangt gegenseitiges Vertrauen im Orchester und ja, auch einiges an Proben, was im heutigen Konzertalltag allein schon eine Hürde gegenüber solchen Partituren darstellt.

Die Intensität der Interpretation legte jedenfalls mit jeder dynamischen Welle zu und so wurden vor allem die tonalen Ausgießungen der Streicher nach den Höhepunkten sowie die choralartigen Bläserabschnitte zu einem absolut hörenswerten Ereignis. Details wie die plötzlich leer im Raum liegenden Töne der Violinen am Ende einer melodischen Phrase oder eine blitzsaubere Quinte zwischen Celli und Bässen ließen Zeit und Gedanken stillstehen. Das Ende der Sinfonie war von transzendentaler Natur in seiner seltenen Einigkeit – auch vom Publikum übrigens, das sich mit einer langen Stille zum Nachvollzug dieser außergewöhnlichen Musik bereit zeigte. Großer Jubel für Bancroft und die Stockholmer folgte, nach welchem auch Allan Pettersson selbst durch die vom Dirigenten hochgehaltene Partitur seinen speziellen, starken Applaus erhielt.
Hoffentlich haben sich durch dieses Konzert einige neue Freunde der Musik von Allan Pettersson gefunden – im Norden Deutschlands war, vermutlich bedingt durch die Nähe zu Skandinavien, zumindest immer wieder eine Bereitschaft zu spüren sich mit dem Werk dieses großen Sinfonikers zu beschäftigen. Hoffentlich auch in der Zukunft – als Tor zur Welt zählt ja Hamburg mit seinem Hafen ohnehin.

Alexander Keuk

*immerhin gab es 2023 und 2024 je eine Aufführung des Sinfonischen Satzes in Heidelberg und Magdeburg. Die erste Aufführung eines Pettersson-Werks in der Elbphilharmonie überhaupt war übrigens auch der Sinfonische Satz. Diese Aufführung fand im Jahr 2019 unter Leitung von Daniel Harding statt, damals allerdings mit dem Schwedischen Rundfunkorchester.

Foto (c) Antonia Krödel

Abstract

Allan Pettersson’s music remains a rarity in German concert life, despite the growing recognition of the Swedish composer in his home country. The performance of his Seventh Symphony by the Royal Stockholm Philharmonic Orchestra at Hamburg’s Elbphilharmonie, presented as part of the Schleswig-Holstein Music Festival, was therefore a particularly significant occasion. It was the first performance of the Seventh Symphony in the Elbphilharmonie, while the orchestra’s historical connection with Pettersson—who began his career there as a violist—added a special dimension to the event.

Under the direction of Ryan Bancroft, the symphony unfolded as a demanding and highly expressive musical landscape. Pettersson’s writing places extreme demands on every orchestral section, requiring both technical precision and an exceptional willingness to sustain tension. The acoustic transparency of the Elbphilharmonie exposed the complexity of the score in remarkable detail, while Bancroft’s interpretation gained particular intensity towards the work’s conclusion. Exceptionally quiet dynamics and carefully shaped climaxes led to a deeply concentrated and almost transcendental ending.

The long silence that followed the final note, shared by the audience before the enthusiastic applause began, bore striking witness to the intensity of the performance. The concert thus demonstrated the emotional and musical power of Pettersson’s Seventh Symphony and made a compelling case for a composer whose work deserves greater presence in European concert life.

Writing music history: Symphony Nr. 13 in Norrköping

In diesem Artikel werde ich alles zur Aufführung der 13. Sinfonie am 20. September 2014 in Norrköping sammeln. Christian Lindberg leitete das Norrköpings Symfoniorkester in einer nahezu historisch zu nennenden Aufführung, denn das Konzert war a) die schwedische Premiere der Sinfonie, b) die zweite Aufführung überhaupt nach der Uraufführung 1976 in Bergen und fand auch noch an Allan Petterssons 103. Geburtstag statt. Grund genug, dass sich Petterssonfans aus der ganzen Welt am vergangenen Sonnabend in Norrköping trafen, um diese außergewöhnliche Aufführung zu verfolgen und am Ende lautstark zu bejubeln – es wird von stehenden Ovationen berichtet.

Hier einige Auszüge der Aufführung, die Christian Lindberg per youtube ins Netz stellte:

Rezensionen:
* „Shattering and Monumental“ – folkbladet.se

* „Musik som ställer krav“ – Norrköpings Tidningar

* „Från dagdröm till kosmos med SON“ – kultursidan.nu

Weitere Materialien zum Konzert in Norrköping:
* Christian Lindberg about the rehearsals: http://www.youtube.com/watch?v=AFpw0ts1EaY
* Interview mit Linus Berglund, 1. Fagottist beim NSO: „Jag blev alldeles darrig“: https://www.youtube.com/watch?v=8LDV4rRTv0M

* Konzertankündigung bei kultursidan.nu

New season, more Pettersson?

At least, the answer can be given already: no, we don’t expect more performances. But one should never give up hope – yes, like every year there will be a few performances coming up. At least two projects in Germany are in progress about which I will give further information when the status is going to be official. Several orchestras are starting to announce their new season programme during this weeks. Of course we will have a look to Norrköping, when Christian Lindberg will perform the 13th Symphony in autumn (date will be published here soon).

For the moment there is only one performance which can be announced: Malmö Symphony Orchestra is remembering its own care for Petterssons music – it’s of course the 7th Symphony we will hear again. Norwegian Ingar Bergby will conduct it on 27th of November, the full season programme *here* (pdf).

Stay tuned for – hopefully – more concert news!

Pettersson in Weimar – „ein schönes Lied über Dinge, die nicht schön sind“

Die einzige Aufführung eines Pettersson-Werkes in dieser Saison fand am vergangenen Wochenende in Weimar statt. Stefan Solyom ist seit 2009 Generalmusikdirektor der Staatskapelle Weimar. Bereits im Jubiläumsjahr 2011 hat er in Norrköping als Leiter des dortigen Orchesters die 7. Sinfonie aufgeführt. Weimar ist ja auch durch Peter Gülke und George Alexander Albrecht mit zwei Pettersson-Protagonisten verbunden – allerdings ist mir ist nicht bekannt, ob die Aufführung am vergangenen Wochenende nicht doch die erste Begegnung des Orchesters mit Pettersson war. Gelungen erschien das dramaturgische Konzept, einen „schwedischen Abend“ auszugestalten. Auch wenn die Musik vieler Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts kaum über die Landesgrenzen gedrungen ist, lohnt doch eine Begegnung sehr. Ingvar Lidholms „Kontakion“ war da ebenso eine bereichernde Erfahrung wie die Aufführung des 2. Klavierkonzertes von Wilhelm Stenhammar, mit Janos Solyom – Onkel des Dirigenten – am Flügel.

In der Konzerteinführung redeten beide auch in Bezug auf Pettersson Klartext: Stefan Solyom hielt die 7. Sinfonie für ein musikgeschichtlich sehr bedeutendes Werk voller Schönheit, bemerkte aber auch offen, dass er „ein, vielleicht zwei Sinfonien der fünfzehn vollendeten für aufführungswert hält, den Rest nicht“. Dem Orchester habe Solyom das Werk nahegebracht, indem er sagte: „Spielen sie es wie ein schönes Lied über Dinge, die nicht schön sind.“ Weiterhin schloss Solyom Vergleiche aus – „Pettersson ist Pettersson“ und beschrieb die Harmonik der Musik wie ein Haus mit „chromatischen Korridoren“, in welchem man ab und an ein Zimmer mit einer Tonart erreicht und wieder verläßt. Auch der in Schweden sehr bekannte Pianist Janos Solyom konnte zu Pettersson eigene Erfahrungen beisteuern, er traf den Komponisten einige Male. Aus Solyoms Äußerungen ging aber auch hervor, dass die Besuche offenbar nicht angenehm verliefen, denn Pettersson war stark von seiner Krankheit gezeichnet und seine Kontakte zur Außenwelt waren nicht gerade von einfacher Natur.

Die Aufführung der 7. Sinfonie selbst war sehr erfreulich – zwar war die Weimarhalle zu diesem außergewöhnlichen Programm nicht komplett gefüllt, aber man nahm ein aufmerksames Publikum wahr, dass sich direkter Reaktionen nicht verschloss, Applausverweigerung der Abonnenten bereits bei „Kontakion“ eingeschlossen. Großen Jubel heimste das Stenhammar-Konzert ein und auch die Pettersson-Sinfonie wurde sehr positiv aufgenommen. Solyom formte mit dem Orchester einen tollen Beginn und fand genau das passende ruhige, in Halben schwingende Tempo, das nötig ist, um aus den Anfangsmotiven den Spannungsaufbau zu erzeugen. Dementsprechend kraftvoll und dennoch klar gesetzt wirkten die Höhepunkte – nicht immer war da die Balance im Tutti optimal, auch die Platzierung von Trompeten und Posaunen in der rechten Ecke der Bühne wirkte (von meinem Platz aus) eher „schattig“. Streicher und Holzbläser kamen sehr gut mit der Partitur zurecht.

Solyom betreute den Fortgang intensiv, allerdings auch im großen Streicherchoral mit ein wenig zuviel romantischem Gestus. Durch ein recht langsames Tempo in den Schlussabschnitten mit den letzten Schlagzeugeinwürfen fehlte mir dann die für Pettersson sehr wichtige Spannung des Abgesanges (die ja bereits die Erinnerung der Erschütterung in sich trägt) – ein Weltklasse-Piano in der Piccoloflöte gemeinsam mit den hohen Streichern im „singenden“ Schluss machte das aber wett. Somit erlebte ich eine insgesamt äußerst spannende Aufführung, die auch zeigte, dass die „Arbeit“ mit diesem sinfonischen Riesenblock niemals aufhört. Je nachdem wie Dirigent und Orchester die Emphase auf Tempofeinheiten, auf die melodisch Linie, auf Attacken oder Ostinati legen, verschiebt sich die Wahrnehmung der Sinfonie enorm. Hervorhebenswert sei auf jeden Fall auch das Engagement der Musiker, die sich um größtmögliche Homogenität und genaue Ausformung der „Statements“ bemühten.

Konzertübersicht 2012

 

Bitte Artikel bookmarken, die Aufstellung wird ständig aktualisiert.

Stand: 11. Juni 2012

* 5. Januar 2012, 20 Uhr, Berlin, Philharmonie, Abschlusskonzert der Deutsch-Skandinavischen Orchesterwoche, Barfußlieder (Orch.Fass. von A. P. Kähler) und 8. Sinfonie (erster Satz) // Deutsch-Skandinavische Jugend-Philharmonie, Anna-Clara Carlstedt, Sopran, Andreas Peer Kähler, Dirigent *Informationen*(pdf)

* 22. Januar 2012, Stockholm, Gustavsberg Porslinsmuseum, Barfußlieder / Mikael Samuelsson *Informationen*

* 7. April 2012, 14 Uhr, Malmö, Foyer des Opernhauses, 4 Improvisationen für Streichtrio (1936) // Irina Binder, Violin; Åsa Weiler, Viola; Erja Riikonen, Cello *Informationen*

* 19. April 2012, 19.30 und 20. April 2012, 18 Uhr, Göteborg, Konserthus, Barfusslieder // Hannah Holgersson, Sopran; Karl-Magnus Fredriksson, Bariton; Göteborgs Sinfoniker, Johannes Gustavsson *Informationen*

* 3. November 2012, 19 Uhr, Riga, Große Gilde, 3. Konzert für Streichorchester // Sinfonietta Riga, Normunds Šnē *Informationen*

* 13. November 2012, 19 Uhr, Paris, Institut Hongrois, ??? // Ensemble Kreativ (Österreich) *Informationen*

* 20. November 2012, Berlin, Philharmonie, Kammermusiksaal, 1. Konzert für Streichorchester // Deutsches Kammerorchester Berlin, Jan-Michael Horstmann, *Informationen*

* 29. November 2012, 19 Uhr, Norrköping, Geerhallen, 9. Sinfonie  // Norrköpings Symfoniorkester, Christian Lindberg *Informationen*

* 30. November 2012, 19 Uhr, Jonköping, Kulturhuset Spira, 9. Sinfonie  // Norrköpings Symfoniorkester, Christian Lindberg *Informationen*

Petterssons 100th – a summary

Five days after Allans 100th birthday I will give a summary of the events which took place, combined with links, reviews and features of interest. Nevertheless the centenary season is continuing – with several concerts coming up, see the concert page (updated 24/9) for details.

Concerts

* Roman Kofman conducted the 7th symphony in Amsterdam, Concertgebouw (17.9.)

* Peter Ruzicka conducted the 7th symphony in Oldenburg (18.9./19.9.), review in Nordwest-Zeitung (19.9.)

* Eivind Aadland conducted the 7th symphony with Oslo Philharmonic in Oslo (22.9.), review on KulturSpeilet

* Christian Lindberg gave a special encore in Konserthus Stockholm on 22.9., after Anders Eliassons trombone concerto he decided to play „Min längtan“ on the trombone and recited the text, too.

Articles

* Norman Lebrecht wrote on „Slipped Discs“: „The centenary that everyone forgot“ (16.9.)

* Svenska Dagbladet published a portrait of Allan Pettersson: „Stridbar symfoniker“ (17.9.)

* Alban Nikolai Herbst wrote an article for the Frankfurter Allgemeine Zeitung (24.9.) (see blog entry)

Broadcasts

Deutschlandradio Kultur, WDR, NDR Nordwestradio, Nederlands Radio4 and the British BBC3 program broadcasted programs about Allan Pettersson – within the BBC program a new production of the 7th symphony with the BBC Scottish SO, conducted by Stephen Bell, was presented, the Dutch Radio4 broadcasted a performance of the Radio Filharmonisch Orkest, cond. Roman Kofman.

* Svenska Television published the documentary „Vem fan är Allan Pettersson“ (1974) (online in full length!)

* Sveriges Radio P2 broadcasted a documentary „Att komponera är att protestera mot verkligheten“ (18.9.), presented works of AP in ad lib (19.9.) and a program „Min längtan“ (25.9., 14h !). From 19th of September on all symphonies will be broadcasted. See the Pettersson Page on P2

* Sveriges Radio P1 „Minnen“ published interview excerpts with AP – listen to Allan here

* WDR, Sept 17th, „Variationen“, 16:05 p.m., Portrait (46“) – *Informations*

* Nederlands Radio 4, „Concerthuis“, concert with Radio Filharmonisch Orkest, Roman Kofman (7th symphony) *Webpage* – stream available!

* BBC3, Sept 19th, „Afternoon on 3 – Money isn’t everything“, 3 p.m. *Informations* (Stream available till 26/09/11 !!)

* WDR, Sept 19th, within the programme „TonArt“, 15:05 p.m. (9“) – *Information & Stream*

* Deutschlandradio Kultur, Sept 19th, 20:03 p.m., (1’25“) Portrait & Music

* Nordwestradio (RB / NDR), Sept 19th, 20:05 p.m. Allan Pettersson & Swedish Music in the 20th Century

* Bayerischer Rundfunk online, Sept 19th, (2“) „Was heute geschah“

Blogs & Other

* Webb-TV.nu presents the new film documentary about AP and the 1st symphony (Bonus-DVD  of the BIS CD-production), the film can be seen gratis online till 3.10.2011

* Essay on the „Seven Sonatas“ from Cecilia Gelland on Derek Ho’s Pettersson Blog (18.9.)

* Kulturdelen (18.9.)

* Musik- och teaterbloggen, Pär Johansson (18.9.)

* Bokstugan (Karlskronas bibliotek) (19.9.)

* Annapolis (19.9.)

* Den langsamma bloggen: „Vem fan var Allan Pettersson“ (21.9.)

CD-Reviews

* Süddeutsche Zeitung about AP Chamber Music/MDG (Harald Eggebrecht, 7.9.): „Brüten“

* Svenska Dagbladet about BIS Symphony 1&2/Lindberg (14.9.): „Petterssons egen röst tar form“

* Sveriges Radio about BIS Symphony 1&2/Lindberg (18.9.)

News & Aufführungen

(Abstract below)

Mitten im Sommer gibt es weitere Termine und Aufführungen: Das „Nordiska Kammerorkestern“ spielt die Orchesterfassung der Barfußlieder am 8. September in Sundsvall mit dem Solisten Jakob Högström, es dirigiert Shi-Yeong Sung. Eine weitere Aufführung dieses Werkes gibt es am 6. Oktober in Malmö mit dem dortigen Sinfonieorchester. Dann ist Olle Persson der Solist, es dirigiert Andreas Hanson.

Das schwedische Duo Gelland unternimmt Ende Oktober eine Tournee in die USA mit lectures und Konzerten, in denen u. a. die „Sonaten für zwei Violinen“ von Allan Pettersson erklingen werden. Zwei bekannte Termine sind in Duluth/Minnesota am 26. Oktober und in Minneapolis am 31. Oktober.

Christian Lindberg hat seinen Terminkalender für 2011/2012 auf der Homepage aktualisiert und neben der bekannten Aufführung der 6. Sinfonie im November in Norrköping ist nun auch der Termin für die Produktion dieser Sinfonie fixiert, dies wird vom 16.-21. Januar 2012 geschehen. Die Veröffentlichung der 1. und 2. Sinfonie samt einer DVD von der Produktion bei BIS steht noch für diesen Herbst an.

Bei der nmz ist ein Artikel von Christoph Schlüren über das Davos Festival zu lesen. Dort gastierte die Geigerin Rebekka Hartmann mit einem Solokonzert und Kammermusik. Im November wird sie in Döbeln und Freiberg/Sachsen das große 2. Violinkonzert von Allan Pettersson interpretieren – die Rezension von Schlüren schürt die Vorfreude darauf.

Der näherrückende 100. Geburtstag am 19. September interessiert auch die Medien: Am 7. August wurde im ARD-Nachtkonzert die 5. Sinfonie gesendet (cpo-Aufnahme mit Alun Francis), in der spanischen Zeitung „El Pais“ erschien ein Porträt-Artikel unter dem Titel „El sueco y el dolor“ („Der Schwede und der Schmerz“) von Luis Sunén, der auch in andere spanischsprachige Zeitungen übernommen wurde, so etwa in die Online-Ausgabe der bolivianischen Zeitung  „La Razón“. Für den September sind Radiosendungen u. a. bei der BBC (Radio 3) und beim WDR geplant.

Frisches Update: Alle Konzerttermine des Jahres 2011

Abstract: Further performances are coming up in autumn in Sundsvall and Malmö (Barfotasanger), Duo Gelland is going to present the Sonatas during a USA-tour in October and Christian Lindberg published the recording date of the 6th symphony. The German ’nmz‘ (Neue Musik Zeitung) published a review of Rebekka Hartmanns concerts at the Davos Festival, she is going to perform the 2nd Violin Concerto of Pettersson later in 2011 in Freiberg and Döbeln. The centenary is stronger noticed in the media now, broadcasts are scheduled and in September AP portraits are in preparation by BBC3 and WDR.

NEWS: Pettersson 2. Violinkonzert in Freiberg

Petterssons 2. Violinkonzert in Döbeln und Freiberg

Es gibt nicht viele Neuigkeiten, aber doch einige kleine Sensationen: Erneut wird die Mittelsächsische Philharmonie Freiberg ein Pettersson-Werk in einem ihrer Sinfoniekonzerte aufführen, es handelt sich diesmal um das 2. Violinkonzert, das nur äußerst selten überhaupt gespielt wird. GMD Jan-Michael Horstmann konnte dafür die Geigerin Rebekka Hartmann gewinnen, die schon bei der Aufführung der 7. Sinfonie im letzten Jahr mit dem Sibelius-Konzert gastierte und sofort von Petterssons Musik angetan war. Dass dies nun in eine Aufführung (vermutlich die einzige des Werkes überhaupt in diesem Jahr weltweit) des 2. Violinkonzertes mündet, ist grandios. Das Konzert findet am 28. Oktober in Döbeln statt und am 3. November in Freiberg (Sachsen).

Veranstaltung in der Bayerischen Akademie der Künste

Eine weitere Pettersson-Veranstaltung wird es am 24. November in der Bayerischen Akademie der Künste geben. Geplant sind Aufführungen des 1. Violinkonzertes (für Violine und Streichquartett, 1949) und der Barfußlieder in Auszügen. Zudem wird der Musikwissenschaftler und Autor Jens Malte Fischer einen Vortrag über Allan Pettersson halten.

Aufführung der Barfußlieder in Stockholm

Am 26. und 28. Mai fanden in Stockholm Konzerte mit den Barfußliedern (Orchesterfassung) statt, der Solist war Anders Larsson, die Königlichen Philharmoniker Stockholm spielten unter Leitung von Sakari Oramo. Eine Rezension des Konzertes ist beim Svenska Dagbladet online nachzulesen

Bis zum September, in den auch der 100. Geburtstag (19. September) fällt, sind keine weiteren Konzerte bekannt. Es empfiehlt sich jedoch, den Pettersson-Kalender 2011 zu bookmarken, die Termine sind immer aktuell gehalten.

Stehende Ovationen in Norrköping

Wie Norrköpings Symfoniorkester auf seiner Facebook-Seite berichtet, muss die gestrige Aufführung der 7. Sinfonie von Allan Pettersson ein großer Erfolg gewesen sein. Wörtlich schreibt das Orchester: „Dank an unser wunderbares Publikum! Was für Abend, als wir unseren fantastischen schwedischen Sinfoniker Allan Pettersson gefeiert haben. Das Orchester und unser erster Gastdirigent Stefan Solyom erhielten stehende Ovationen nach der Aufführung der packenden 7. Sinfonie und wir  danken aufrichtig dafür!“

Norrköpings Tidningar veröffentlichte bereits eine Rezension – Michael Bruze schreibt: „Das Orchester zeigte sich in Top-Form, die Aufführung der Pettersson-Sinfonie war ein Highlight der Saison; Konzentration, Konturschärfe und harmonische Schönheit waren die Leitthemen.“ – Pettersson selbst wird in der Rezension mit biografischen Bruchstücken gedacht und es gibt ein Zitat: „Min musik får sin näring av generationer av människor som jag aldrig känt, men som lever i mig, känner mig.“ – Meine Musik erhält ihre Nahrung von Generationen von Menschen, die ich nicht kannte, aber das lebt in mir, füht in mir.“ – Weiter heißt es: „Die Musik wollte alle Grenzen sprengen, fand schließlich in der atembereaubenden Streicherelegie für eine Weile Erlösung. Dies war eine Interpretation mit Respekt für die Musik – Solyom komprimierte alle Ereignisse mit ausgewogener Zeichengebung.“

Nachtrag: eine weitere Rezension ist jetzt im Folkbladet zu lesen.

Stefan Solyom

-> alle Pettersson-Konzerte 2011

(Foto Stefan Solyom: Brita Nordholm)

 

 

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