Neuigkeiten und Rezensionen

Freitag, 24. November 2017

In diesem Artikel sind einige im Netz auffindbare Artikel, Rezensionen und Neuigkeiten zu Allan Pettersson gesammelt (Stand 24.11. 2017)

* Ein neu gestifteter “Allanpriset” wird von der Schwedischen Pettersson-Gesellschaft verliehen und geht im Jahr 2017 an das Allan-Pettersson-Projekt des Norrköping Symphony Orchestra. Der Preis wurde am 21. September anläßlich der Aufführung des 2. Violinkonzertes in Norrköping verliehen.

* Crescendo Belgien-Rezension (20.2.17) zur BIS-Veröffentlichung der 14. Sinfonie

* Derek Ho über Ulf Wallins Aufführung des 2. Violinkonzert (Res Musica, 26.9.17)

* bei Tröstlösa Records erschien das neue Arrangement der Barfußlieder (Sandström/Karlsson/Strautmanis/Renman), hier ein Press Bulletin dazu.

 

 

 

 

News Sommer 2017

Freitag, 7. Juli 2017

Einige wenige, zum Teil nachgetragene Neuigkeiten und Lesetipps zu Allan Pettersson:

* Auf der US-amerikanischen Website “masterpiecefinder” ist ein großes Interview mit Cecilia und Martin Gelland – dem “Duo Gelland” -  erschienen, das wertvolle Einblicke in die Musikwelt des Komponisten, die Interpretation der “Sieben Sonaten” und die Besonderheiten der lebendigen Existenz eines Geigenduos heutzutage.

* Im Planetarium Münster fand bereits im Januar 2017 ein Theaterstück nach Johannes Keplers “Somnium” statt, als Musikstücke wurden Ausschnitte aus Werken von Allan Pettersson benutzt. Darüber berichteten die Westfälischen Nachrichten am 26. Januar.

* Derek Ho schreibt über “Men and Women” in Oldenburg im französischen resmusica-Journal. (26.6.17)

 

Pettersson aus dem Orchestergraben

Montag, 13. März 2017

Antoine Jully erschafft in Oldenburg ein Ballett auf Musik von Allan Pettersson

Das hat es seit 1976 nicht mehr gegeben, als Birgit Cullberg in Stockholm auf Petterssons 7. Sinfonie ein Ballett namens “Rapport” erdachte. Und doch gibt es immer wieder Künstler anderer Genres, seien es Maler, Filmemacher, Jazzmusiker, die sich auf Allan Pettersson als Inspirationsquelle berufen. So konnte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich auch wieder ein Choreograf der Musik nähern würde.

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Antoine Jully ist Choreograf am Staatstheater Oldenburg und kam in Kontakt mit Petterssons Musik, die ihm ideal geeignet erschien, ein Ballett über die verschiedenen Geschlechter und Geschlechterrollen zu entwerfen: “men and women” kam heraus, eine Art Bewegungs-Selbstreflektion einer Compagnie über eine Compagnie, die sich in immer wechselnden Beziehungen zueinander auf der Bühne begibt.

Für eine solche Innenschau sind die 60 Minuten, die Allan Petterssons 6. Sinfonie zeitlich hergibt, fast schon zu kurz, denn visuell vermag man sich nur schwer zu orientieren, und der Überfluss scheint aber konzeptionell von Jully begründet zu sein. Die Tänzer geben alles und vermutlich – noch mehr, das spürt man in der übertragenen Spannung, zudem läßt das auf Symbole reduzierte Bühnenbild (Alexandra Teigmann) eine völlige Sichtkonzentration auf die wild wuchernden Körper (Judith Adams Kostüme verstärken diesen Eindruck) zu.

Dass man Allan Petterssons sinfonische Musik allerdings aus einem Orchestergraben hört, ist die eigentliche Überraschung und/oder Uraufführung des Abends, denn das verleitet zu einem ganzen Berg an Überlegungen, inwieweit Pettersson überhaupt und berechtigt in ein Theater gehört. Diese Diskussion ist noch zu führen und wird hoffentlich durch ein Zutun und Inspiration innovativer Künstler spannend bleiben.

Trailer der Aufführung:

Weitere Aufführungen: 29.3. / 5.4. / 12.4. / 8.5. / 31.5.

Bilder der Inszenierung finden sich auf der facebook-Seite der BallettCompagnie Oldenburg

Zur Premieren-Seite beim Staatstheater Oldenburg

* Vorankündigung bei der NWZ, Artikel von Sabine Schicke

* Rezensionen: resmusica, Weser-Report/Delme-Report, Nordwest-Zeitung, Kreiszeitung

Writing music history: Symphony Nr. 13 in Norrköping

Montag, 22. September 2014

In diesem Artikel werde ich alles zur Aufführung der 13. Sinfonie am 20. September 2014 in Norrköping sammeln. Christian Lindberg leitete das Norrköpings Symfoniorkester in einer nahezu historisch zu nennenden Aufführung, denn das Konzert war a) die schwedische Premiere der Sinfonie, b) die zweite Aufführung überhaupt nach der Uraufführung 1976 in Bergen und fand auch noch an Allan Petterssons 103. Geburtstag statt. Grund genug, dass sich Petterssonfans aus der ganzen Welt am vergangenen Sonnabend in Norrköping trafen, um diese außergewöhnliche Aufführung zu verfolgen und am Ende lautstark zu bejubeln – es wird von stehenden Ovationen berichtet.

Hier einige Auszüge der Aufführung, die Christian Lindberg per youtube ins Netz stellte:

Rezensionen:
* “Shattering and Monumental” – folkbladet.se

* “Musik som ställer krav” – Norrköpings Tidningar

* “Från dagdröm till kosmos med SON” – kultursidan.nu

Weitere Materialien zum Konzert in Norrköping:
* Christian Lindberg about the rehearsals: http://www.youtube.com/watch?v=AFpw0ts1EaY
* Interview mit Linus Berglund, 1. Fagottist beim NSO: “Jag blev alldeles darrig”: https://www.youtube.com/watch?v=8LDV4rRTv0M

* Konzertankündigung bei kultursidan.nu

Pettersson in Weimar – “ein schönes Lied über Dinge, die nicht schön sind”

Dienstag, 18. März 2014

Die einzige Aufführung eines Pettersson-Werkes in dieser Saison fand am vergangenen Wochenende in Weimar statt. Stefan Solyom ist seit 2009 Generalmusikdirektor der Staatskapelle Weimar. Bereits im Jubiläumsjahr 2011 hat er in Norrköping als Leiter des dortigen Orchesters die 7. Sinfonie aufgeführt. Weimar ist ja auch durch Peter Gülke und George Alexander Albrecht mit zwei Pettersson-Protagonisten verbunden – allerdings ist mir ist nicht bekannt, ob die Aufführung am vergangenen Wochenende nicht doch die erste Begegnung des Orchesters mit Pettersson war. Gelungen erschien das dramaturgische Konzept, einen “schwedischen Abend” auszugestalten. Auch wenn die Musik vieler Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts kaum über die Landesgrenzen gedrungen ist, lohnt doch eine Begegnung sehr. Ingvar Lidholms “Kontakion” war da ebenso eine bereichernde Erfahrung wie die Aufführung des 2. Klavierkonzertes von Wilhelm Stenhammar, mit Janos Solyom – Onkel des Dirigenten – am Flügel.

In der Konzerteinführung redeten beide auch in Bezug auf Pettersson Klartext: Stefan Solyom hielt die 7. Sinfonie für ein musikgeschichtlich sehr bedeutendes Werk voller Schönheit, bemerkte aber auch offen, dass er “ein, vielleicht zwei Sinfonien der fünfzehn vollendeten für aufführungswert hält, den Rest nicht”. Dem Orchester habe Solyom das Werk nahegebracht, indem er sagte: “Spielen sie es wie ein schönes Lied über Dinge, die nicht schön sind.” Weiterhin schloss Solyom Vergleiche aus – “Pettersson ist Pettersson” und beschrieb die Harmonik der Musik wie ein Haus mit “chromatischen Korridoren”, in welchem man ab und an ein Zimmer mit einer Tonart erreicht und wieder verläßt. Auch der in Schweden sehr bekannte Pianist Janos Solyom konnte zu Pettersson eigene Erfahrungen beisteuern, er traf den Komponisten einige Male. Aus Solyoms Äußerungen ging aber auch hervor, dass die Besuche offenbar nicht angenehm verliefen, denn Pettersson war stark von seiner Krankheit gezeichnet und seine Kontakte zur Außenwelt waren nicht gerade von einfacher Natur.

Die Aufführung der 7. Sinfonie selbst war sehr erfreulich – zwar war die Weimarhalle zu diesem außergewöhnlichen Programm nicht komplett gefüllt, aber man nahm ein aufmerksames Publikum wahr, dass sich direkter Reaktionen nicht verschloss, Applausverweigerung der Abonnenten bereits bei “Kontakion” eingeschlossen. Großen Jubel heimste das Stenhammar-Konzert ein und auch die Pettersson-Sinfonie wurde sehr positiv aufgenommen. Solyom formte mit dem Orchester einen tollen Beginn und fand genau das passende ruhige, in Halben schwingende Tempo, das nötig ist, um aus den Anfangsmotiven den Spannungsaufbau zu erzeugen. Dementsprechend kraftvoll und dennoch klar gesetzt wirkten die Höhepunkte – nicht immer war da die Balance im Tutti optimal, auch die Platzierung von Trompeten und Posaunen in der rechten Ecke der Bühne wirkte (von meinem Platz aus) eher “schattig”. Streicher und Holzbläser kamen sehr gut mit der Partitur zurecht.

Solyom betreute den Fortgang intensiv, allerdings auch im großen Streicherchoral mit ein wenig zuviel romantischem Gestus. Durch ein recht langsames Tempo in den Schlussabschnitten mit den letzten Schlagzeugeinwürfen fehlte mir dann die für Pettersson sehr wichtige Spannung des Abgesanges (die ja bereits die Erinnerung der Erschütterung in sich trägt) – ein Weltklasse-Piano in der Piccoloflöte gemeinsam mit den hohen Streichern im “singenden” Schluss machte das aber wett. Somit erlebte ich eine insgesamt äußerst spannende Aufführung, die auch zeigte, dass die “Arbeit” mit diesem sinfonischen Riesenblock niemals aufhört. Je nachdem wie Dirigent und Orchester die Emphase auf Tempofeinheiten, auf die melodisch Linie, auf Attacken oder Ostinati legen, verschiebt sich die Wahrnehmung der Sinfonie enorm. Hervorhebenswert sei auf jeden Fall auch das Engagement der Musiker, die sich um größtmögliche Homogenität und genaue Ausformung der “Statements” bemühten.

Rezensionen und Artikel: 9. Sinfonie – Lindberg – BIS

Donnerstag, 16. Januar 2014

Nachdem im Dezember die 9. Sinfonie mit Norrköpings Symfoniorkester unter Leitung von Christian Lindberg bei BIS veröffentlicht wurde, ist es nun Zeit für eine Sammlung der Rezensionen, soweit sie online verfügbar sind.

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* Rezension von Derek Ho bei resmusica: “Enlightening” (29.12.13)

* Dagens Nyheter, “Obonhörlight trösterik stråksång” (15.1.14, Bezahl-Artikel – Fotoablichtung)

* Marbecks Classical, New Zealand

* Beschreibung der CD bei Naxosdirekt.se

 

Die CD wird bei verschiedenen Radiostationen vorgestellt und gesendet, so etwa am 7. Januar ebenfalls in Neuseeland.

In Deutschland ist die CD im Klassikfachhandel erhältlich, vertrieben wird sie über KlassikCenter Kassel.

Mittlerweile wurden die Sinfonien 4 & 16 vom Norrköpings Symfoniorkester aufgenommen, diese CD wird voraussichtlich im September 2014 erscheinen. Das komplette Pettersson-Projekt auf der SON-Seite: Allan-Pettersson-Projekt

 

Zwei Pettersson-Sinfonien in einem Konzert

Freitag, 1. November 2013

Christian Lindberg dirigierte die 16. und die 4. Sinfonie von Allan Pettersson in Norrköping

** Links zu weiteren Rezensionen des Konzertes am Schluss des Artikels (scroll down for links to swedish reviews of the concerts)

Er ist der bedeutendste Sinfoniker des 20. Jahrhunderts in Schweden, und er wird kaum gespielt. Ausgerechnet die kleine Stadt Norrköping will das nun endlich ändern – mit der gemeinsamen Kraft des ansässigen Orchesters und Christian Lindberg, der schon als Kind “Fan” von Allan Pettersson wurde. Das „Allan Pettersson Project“ wird also bis 2018 seine aktive Heimstatt in “De Geerhallen” finden. Am 31. Oktober stellte Lindberg die 4. und die 16. Sinfonie im Konzert vor. Zwei Sinfonien in einem Konzert – das ist in der Pettersson-Rezeption bisher ohne Vergleich und stellt an Hörer wie Interpreten besondere Anforderungen. Zudem war es spannend, sich gleichzeitig mit einem Werk aus der ersten sinfonischen Schaffensphase aus den 50er-Jahren und der letzten vollendeten Sinfonie konfrontiert zu sehen. Nach der 16. Sinfonie (1979) blieb die 17. Sinfonie ein Fragment – Pettersson starb 1980.

Lindberg setzte die 16. Sinfonie, die als Auftragswerk für den US-Amerikaner Frederick L. Hemke als „Sinfonie mit Altsaxophon-Solo“ entstand, an den Beginn und die 4. Sinfonie an den Schluss. Beide Sinfonien sind wahrlich keine leichte Kost, so dass die Entscheidung, ein Werk von Lindberg selbst („Kundraan and the arctic light”) in die Mitte des Programms zu setzen, richtig war und sowohl Kontrast als auch Entspannung bot.

Der Konzertsaal in Norrköping war leider nur zur Hälfte gefüllt, das ambitionierte Programm zog aber viele Kenner und Liebhaber von Petterssons Musik von nah und fern an. Solist in der 16. Sinfonie war Jörgen Petterssson vom Stockholmer Saxophonquartett, der schon im Voraus bekannte, jede einzelne Minute dieser Musik zu genießen. “Halbe 80, frenetico” schreibt Pettersson an den Beginn der Sinfonie – damit ist der Weg vorgezeichnet durch einen kaum einmal zur Ruhe kommenden Musik-Tunnel, durch den sich Pettersson am Saxophon mit dem Orchester windet. Der Solist konnte dem Komponisten eine starke Stimme geben, die auch notwendig ist, da Allan Pettersson hinter dem Altsaxophon mehrfach eine dissonant wogende Wand aufbaut – es ist eine Art Kampfarena des Lebens. Trotzdem bleibt als Eindruck kaum einmal der Schmerz oder die Resignation, es ist eher eine Art stetiges Aufbegehren und eine höllische Energie, mit der diese Sinfonie – in der Kürze fast vergleichbar der 10. Sinfonie, die ähnlich rumorende Wellen beinhaltet – aufwartet. Am Ende gibt es eine kurze Beruhigung, ein erschöpftes Ausatmen der Streicher. Und viel Applaus schon für diese große Leistung von Solist und Orchester.

Doch nach der Pause wartete eine erneute Gipfelbesteigung (Pettersson schrieb – so scheint es – ausschließlich “Achttausender”) auf das Orchester. Mit der 4. Sinfonie geht es in der Biografie zurück in die 50er-Jahre, längst hat sich Pettersson die Sinfonik auf die eigene Fahne geschrieben und entwickelt doch in den ersten vier Sinfonien – das Fragment der 1. Sinfonie eingeschlossen – erst allmählich seine unverkennbare Sprache. Dazu gehören hier auch noch viele Experimente vor allem in der Großform und in der Instrumentation. Die 4. Sinfonie sieht Petterssons größtes Schlagzeugarsenal und auch eine Celesta vor. Zwar ist die 4. Sinfonie vermutlich leichter fasslich als die 16., da sie in viele einzelne Blöcke geteilt ist und sogar Luft für Generalpausen bietet, doch zugleich erscheint das häufige offensichtliche Versiegen des gesamten Materials rätselhaft.

Lindberg und das Norrköping Symfonieorkester boten eine schier unglaubliche Leistung, zumal in kurzer Probenzeit eine sehr gute Qualität herrgestellt wurde – von Werken, die sicherlich keinem der Musiker je schon einmal auf dem Pult lagen. Vom Dirigenten ging nicht nur eine organisierende Klarheit aus, er versuchte gleichzeitig die großen Bögen und präzise Impulse in den Rhythmen zu setzen – das gelang vor allem deshalb auch sehr gut, weil man deutlich merkt, dass das Orchester mit den Kompositionen ihres Landsmannes immer vertraurer werden. Hier könnte sich ein typischer “Norrköping-Sound” für Allan Pettersson herausbilden – die Aufnahmen werden es zeigen. Für die Weltgeltung des Komponisten wurde – im vierten Jahr in Folge – erneut ein wichtiger Beitrag geleistet.

Reviews in der schwedischen Presse:

* Norrköpings Tidningar: Allan Petterssons andrar hem

* Folkbladet: Musik som fångar livets smärta

* Review von Derek Ho (Blog)

* Review bei ResMusica (France – englisch)

* Review bei ResMusica (France – frz. Jean-Christophe Le Toquin)

* Artikel bei “OPUS” – En svensk Mahler

 

Stillheten i orkanens öga.

Freitag, 30. November 2012

Die Konzerte in Berlin und Norrköping sind vorbei – heute wird die 9. Sinfonie erneut in Jonköping gespielt. Bisher gab es nur wenige Reaktionen und Rezensionen, das Konzert in Berlin wurde offenbar von der Presse völlig ignoriert.

Die Rezensionen fasse ich in diesem Artikel zusammen:

- Berlin, 20. November, 1. Streicherkonzert, Deutsches Kammerorchester Berlin, Jan Michael Horstmann

* Derek Ho hat auf seinem Blog sein persönliches Musikerlebnis geschildert.

* eine Userin (“BerlinSpirit”) beschreibt auf Twotickets.de ihren Eindruck: “Sehr spannend war die durchaus ungewöhnliche Kombinationen von Barock und Neuer Musik! So lernten wir bisher unbekannte Komponisten der Bach-Familie kennen und entdeckten die von Krieg und Krankheit geprägten – tonalen – Werke von Karl Amadeus Hartmann und Allan Pettersson. Sehr charmant, informativ und leidenschaftlich war auch die Einführung von Jan Michael Horstmann!

- Norrköping, 29. November/Jönköping, 30. November – 9. Sinfonie, Norrköping SO, Christian Lindberg

Hier ein Eindruck vom Konzert im Kulturhuset Spira, Jönköping am 30. November. Das Bild stellte Jörg Wohner zur Verfügung:

* Rezension im Folkbladet, 30.11.2012 (Siv Jogfors) – sehr schön der letzte Satz, der das Bild der “Stille im Auge des Orkans” zeichnet.

* Rezension von Derek Ho auf dem Blog Allan Pettersson 100 år, 2.12.12

* Vorankündigung im Norrköpings Tidningar (28.11., Mats Granberg), allerdings steht hier der Klaviersolist George Li eindeutig im Mittelpunkt.

* Radiosendung (Scrollen bis “Dirigent utan Frack”) über Christian Lindberg und die Proben zur 9. Sinfonie bei Studio Ett, Sveriges Radio

und noch einmal Norman Lebrecht zur Aufnahme der 6. Sinfonie (er hörte sie 5x hintereinander komplett an!): openlettersmonthly.com

Out now: 6. Sinfonie, Norrköping SO, Christian Lindberg (BIS)

Freitag, 31. August 2012

 

Beim schwedischen Label BIS ist nun die 6. Sinfonie mit dem Norrköping Symphony Orchestra unter Leitung von Christian Lindberg als SACD erschienen. Bei den Konzerten im November 2012, die der CD-Aufnahme vorausgingen, gab es stehende Ovationen für das Orchester und den Dirigenten. Die Zeitung Östgötakorrespondenten schrieb über die Aufführung: “The orchestra and it’s conductor managed to keep this huge work together in a great way. It was an interpretation of both power and heartfelt peace that was deeply touching.” Lindberg setzt damit seinen Pettersson-Zyklus fort und hält so auch die Aufmerksamkeit an Pettersson aufrecht, der ansonsten kaum in den Programmen der Orchester etwa der laufenden Saison zu finden ist. Im November wird Lindberg die 9. Sinfonie – es dürften mittlerweile Jahrzehnte seit der letzten Darbietung dieses Werkes vergangen sein – dirigieren. Man darf also gespannt sein und es ist zu hoffen, dass über die CD-Aufnahme der 6. Sinfonie der Komponist viele neue Zuhörer und Freunde finden wird. Bereits 1997 schrieb jpc über die Sinfonie: “The Sixth is Pettersson’s gloomiest symphony. If you’re receptive to this music, then you’ll be overwhelmed by its profound distraction.”

Rezensionen:

* Helsingborgs Dagblad, 29.8. Henrik Halvarson

* Klassik heute, 29.8., Rasmus van Rijn

* Norman Lebrecht on Slipped Disc, 31.8.

* SA-CD.net, 7.9.

* Dagens Nyheter, 19.9.

* Classical Music Sentinel, September 12

* Musik und Theater.ch, abgerufen 19.11.12

 

Kritiken und weitere Notizen zu dieser Aufnahme werden diesem Artikel hinzugefügt.

Pettersson 2012

Mittwoch, 11. Januar 2012

Liebe Pettersson-Freunde, das Pettersson-Jubiläumsjahr ist nun vorbei, dieses Blog wird natürlich erhalten bleiben und auch fortgeführt, um vor allem auf Termine hinzuweisen, interessante Quellen und Artikel zu verlinken und natürlich das Netzwerk der Interessierten an Petterssons Musik zu unterstützen. Bei dieser Gelegenheit sei auch auf die bei facebook aktive Gruppe “Allan Pettersson Enthusiasts” hingewiesen. Es gibt noch eine weitere Gruppe dort und auch die schwedische Petterssongesellschaft ist bei facebook aktiv. Ferner lohnt es sich das Blog von Derek Ho zu beobachten, hier erscheinen oft lesenswerte Artikel zu Petterssons Musik. Als Resource und zur Kontaktaufnahme empfiehlt sich schließlich Pettersson100.de, die Seite der Internationalen Allan Pettersson Gesellschaft – eine Mitgliedschaft bietet natürlich die besten Möglichkeiten zur Vernetzung und aktiven Mitarbeit.

Das Jahr ist noch jung und doch gab es schon ein Pettersson-Konzert zu vermelden: am 5. Januar wurde zum Abschluss der 36. Orchesterwoche der Deutsch-Skandinavischen-Jugendphilharmonie das Abschlusskonzert auch mit Werken von Pettersson gestaltet: die Barfußlieder (Solistin Anna-Clara Carlstedt) und der erste Satz der 8. Sinfonie standen auf dem Programm in der fast ausverkauften Berliner Philharmonie – eine Rezension des Tagesspiegels ist hier zu lesen.

Im Januar ist außerdem die Aufnahmesession des Norrköping Symphonieorchesters mit der 6. Sinfonie unter Leitung von Christian Lindberg geplant.

Eine Übersicht über die 2012 bekannten Konzerte mit Werken von Allan Pettersson ist im folgenden Blogeintrag erstellt. Herzlich sei auch dazu eingeladen, Artikel zu kommentieren oder Aufführungen unter keuk (at) pettersson100(punkt) de mitzuteilen.