Konzertübersicht 2018 und 2019

Freitag, 24. November 2017

2018

* 8.-15. Januar 2018: Aufnahme 2. Violinkonzert / Wallin, Lindberg, Norrköpings Symfoniorkester

* 23. Mai – 10. Juni 2018 Tournee Norrköpings Symfonieorkester mit AP Sinfonie Nr. 7, Konzerte geplant am 24. Mai in Norrköping, De Geer und am 10. Juni in Wien, Musikverein /Booking Video

* November: Tour des Schwedischen Radiosinfonieorchesters, Ltg. Daniel Harding // AP Sinfonischer Satz – Tourneestationen: Berwaldhallen Stockholm 8/11;  Konigin Elizabethsaal Antwerpen 12/11; Muzeikgebouw Eindhoven 13/11; Kölner Philharmonie 15/11; Elbphilharmonie Hamburg 16/11; Wiener Konzerthaus 18/11; Tonhalle Maag Zürich 19/11; Konzerthaus Dortmund 25/11

2019

16. März, Norrköping, De Geerhallen, 12. Sinfonie, Norrköpings Symfoniorkester, Christian Lindberg

10.-14. Juni: Aufnahme 12. Sinfonie, Lindberg, Norrköpings Symfoniorkester

Pettersson aus dem Orchestergraben

Montag, 13. März 2017

Antoine Jully erschafft in Oldenburg ein Ballett auf Musik von Allan Pettersson

Das hat es seit 1976 nicht mehr gegeben, als Birgit Cullberg in Stockholm auf Petterssons 7. Sinfonie ein Ballett namens “Rapport” erdachte. Und doch gibt es immer wieder Künstler anderer Genres, seien es Maler, Filmemacher, Jazzmusiker, die sich auf Allan Pettersson als Inspirationsquelle berufen. So konnte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich auch wieder ein Choreograf der Musik nähern würde.

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Antoine Jully ist Choreograf am Staatstheater Oldenburg und kam in Kontakt mit Petterssons Musik, die ihm ideal geeignet erschien, ein Ballett über die verschiedenen Geschlechter und Geschlechterrollen zu entwerfen: “men and women” kam heraus, eine Art Bewegungs-Selbstreflektion einer Compagnie über eine Compagnie, die sich in immer wechselnden Beziehungen zueinander auf der Bühne begibt.

Für eine solche Innenschau sind die 60 Minuten, die Allan Petterssons 6. Sinfonie zeitlich hergibt, fast schon zu kurz, denn visuell vermag man sich nur schwer zu orientieren, und der Überfluss scheint aber konzeptionell von Jully begründet zu sein. Die Tänzer geben alles und vermutlich – noch mehr, das spürt man in der übertragenen Spannung, zudem läßt das auf Symbole reduzierte Bühnenbild (Alexandra Teigmann) eine völlige Sichtkonzentration auf die wild wuchernden Körper (Judith Adams Kostüme verstärken diesen Eindruck) zu.

Dass man Allan Petterssons sinfonische Musik allerdings aus einem Orchestergraben hört, ist die eigentliche Überraschung und/oder Uraufführung des Abends, denn das verleitet zu einem ganzen Berg an Überlegungen, inwieweit Pettersson überhaupt und berechtigt in ein Theater gehört. Diese Diskussion ist noch zu führen und wird hoffentlich durch ein Zutun und Inspiration innovativer Künstler spannend bleiben.

Trailer der Aufführung:

Weitere Aufführungen: 29.3. / 5.4. / 12.4. / 8.5. / 31.5.

Bilder der Inszenierung finden sich auf der facebook-Seite der BallettCompagnie Oldenburg

Zur Premieren-Seite beim Staatstheater Oldenburg

* Vorankündigung bei der NWZ, Artikel von Sabine Schicke

* Rezensionen: resmusica, Weser-Report/Delme-Report, Nordwest-Zeitung, Kreiszeitung

Konzertübersicht 2017

Samstag, 12. November 2016

(Stand 24. November 2017, t.b.c.)

* 16. Februar 2017, 19 Uhr, Norrköping, De Geerhallen, 5. Sinfonie // Norrköpings Symfoniorkester, Christian Lindberg *Informationen*

* 12. März 2017, 18 Uhr, “Men and Women” – Ballettabend Staatstheater Oldenburg (Choreografie: Antoine Jully, Musik:Allan Pettersson, 6. Sinfonie, ML: Carlos Vásquez) *Informationen*
Weitere Aufführungen: 29.3. / 5.4. / 12.4. / 8.5. / 31.5.

* 5.-13. Juni, Aufnahme 5. Sinfonie, Norrköpings Symfoniorkester, Christian Lindberg

* 21. September, Norrköping, De Geerhallen, 2. Violinkonzert, Ulf Wallin, Norrköpings Symfoniorkester, Christian Lindberg

* (25.) September 2017, Norrköping, 12. Sinfonie // Norrköpings Symfoniorkester, Christian Lindberg -> Verlegt auf 2019!

* 1. und 2. Dezember, Stockholm, Berwaldhallen, 7. Sinfonie, Swedish Radio Symphony Orchestra, Daniel Harding, LIVE im Radio am 1.12. auf P2 um 19.03 Uhr

 

 

Konzertübersicht 2016

Samstag, 12. November 2016

(Stand 12. November 2016, t.b.c.)

* 13. März 2016, 17.15 Uhr, Kopenhagen (DK), Vedbaek Gammel Holte Kirke, Sonate Nr 1 (aus den 7 Sonaten für 2 Violinen) // Duo Gelland

* 18. März 2016, 20 Uhr, Hasselt (B), Kulturzentrum, 4. Sinfonie // deFilharmonie, Christian Lindberg

* 19. März 2016, Antwerpen (B), deSingel, 4. Sinfonie // deFilharmonie, Christian Lindberg

* 23. März 2016, 19 Uhr, Stockholm, Konserthuset, 4. Sinfonie // Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Christian Lindberg

* 9. April 2016, 19 Uhr, Ytterjärna, Konserthus, Mesto aus dem 3. Konzert für Streichorchester // Edsberg Chamber Orchestera, Mats Zetterqvist

* 10. April 2016, 18 Uhr, Vantörs, Vantörs kyrka, Mesto aus dem 3. Konzert für Streichorchester // Edsberg Chamber Orchestera, Mats Zetterqvist

* 30. April 2016, 17 Uhr, Amtzell-Pfärrich, Wallfahrtskirche Mariä Geburt, 7. Sonate aus den “7 Sonaten für 2 Violinen” // Hulda Jonsdottir, Solveig Steinborsdottir, Petur Björnsson (-> Skark Ensemble, Iceland)

* 29. Mai 2016, 18.30 Uhr, Stockholm, Olympiateatern, Barfußlieder // Ola Sandström, Mikael Karlsson, Anja Strautmanis, Johan Renman — CD-Release

* 23. Oktober 2016, Saarbrücken, Alte Feuerwache, 3 Barfußlieder, Orchesterfassung Dorati (deutsch von Patrik Ringborg) // Saarländisches Staatsorchester, James Bobby (Bariton), Christian Lindberg

* 13. Oktober 2016, 19.30 Uhr, Ev. Kirche Heringsdorf/Usedom, 1. Violinkonzert // Ulf Wallin, Minguet Quartett *Informationen*

* 20. Oktober 2016, Bodö, 7. Sinfonie // Arctic Philharmonic Orchestra, Christian Lindberg

* 1. November 2016, Luleå, 7. Sinfonie // Arctic Philharmonic Orchestra, Christian Lindberg

* 2. November 2016 Oulu, 7. Sinfonie // Arctic Philharmonic Orchestra, Christian Lindberg

* 3. November 2016, 19 Uhr, Vilnius, 7. Sinfonie // Arctic Symphony Orchestra, Christian Lindberg

* 9. November 2016, 19 Uhr,  Norrköping, De Geerhallen, 17. Sinfonie (Fragment), 7. Sinfonie  // Norrköpings Symfoniorkester, Christian Lindberg *Informationen*

*10. November 2016, 19 Uhr,  Uppsala, konsert & kongress, 17. Sinfonie (Fragment), 7. Sinfonie  // Norrköpings Symfoniorkester, Christian Lindberg *Informationen*

* 22. Dezember 2016, 20 Uhr, Radebeul, Barfußlieder // Undine Dreissig (Sopran), Kazuhisa Kurumada (Bass), Jan Michael Horstmann (Klavier) – Konzert fiel wg. Krankheit aus!

 

 

Pettersson-News

Freitag, 3. April 2015

Heute einmal ein Sammelposting mit verschiedenen Informationen zu Aufführungen und Aktivitäten rund um Allan Pettersson.

* Christian Lindberg hat einige Termine dieser und der kommenden Saison veröffentlicht, die nächste Aufführung in Norrköping ist am 28. November, dann steht die 14. Sinfonie auf dem Programm. Die im letzten Jahr aufgeführte 13. Sinfonie ist in einer Recording Session im Januar eingespielt worden und wird im Herbst erscheinen. Weiterhin wird Lindberg die 1. Sinfonie in Nürnberg vorstellen und nimmt die 4. Sinfonie noch 2015 mit nach Taiwan (-> Konzerte 2015). 2016 sind Aufführungen der 4. Sinfonie in Antwerpen und Stockholm geplant, kurz hintereinander im März.

* In Radebeul und in Göttingen erklang jüngst die 7. Sinfonie, die Aufführung in Radebeul am 22. März (Leitung Jan Michael Horstmann) habe ich mit einem einführenden Artikel und einer Rezension begleitet.

* Mátyas Kiss rezensiert in der nmz die jüngsten Lindberg-Aufnahmen: “Qualvoller, dann triumphaler Weg ins Freie”

* Im Stockholmer “Kafé Klaver” gab es im Januar eine Aufführung der Barfußlieder mit Ola Sandström, allerdings nicht in der klassischen Fassung mit Klavier, sondern in einer freien Bearbeitung mit Gitarre, Vibraphon und Cello. Es gibt von einigen Liedern einen youtube-Mitschnitt (komplette Playlist hier):

Mehr darüber und über die Musiker auf der Website von Mikael Karlsson.

Das Plakat zur Barfußlieder-Aufführung im Januar 2015 von Mikael Karlsson.

Das Plakat zur Barfußlieder-Aufführung im Januar 2015 von Mikael Karlsson.

 

Pettersson VII in Göttingen

Montag, 30. März 2015

Die einzigen beiden Sinfonie-Aufführungen in Deutschland in dieser Saison finden kurz hintereinander statt. Nachdem die 7. Sinfonie vor einer Woche in Radebeul aufgeführt wurde, folgt am Gründonnerstag, 2. April, eine Aufführung in Göttingen mit dem Göttinger Sinfonieorchester. Christoph-Mathias Mueller dirigiert. Dazu erklingen Werke von Mozart und Busoni, eine Kombination, die Pettersson einen interessanten Rahmen gibt.

Sonderkonzert Gründonnerstag, 2. April,  “con passione”, Stadthalle Göttingen  – Mozart / Busoni / Pettersson

2015-04-02 Con Passione web

Writing music history: Symphony Nr. 13 in Norrköping

Montag, 22. September 2014

In diesem Artikel werde ich alles zur Aufführung der 13. Sinfonie am 20. September 2014 in Norrköping sammeln. Christian Lindberg leitete das Norrköpings Symfoniorkester in einer nahezu historisch zu nennenden Aufführung, denn das Konzert war a) die schwedische Premiere der Sinfonie, b) die zweite Aufführung überhaupt nach der Uraufführung 1976 in Bergen und fand auch noch an Allan Petterssons 103. Geburtstag statt. Grund genug, dass sich Petterssonfans aus der ganzen Welt am vergangenen Sonnabend in Norrköping trafen, um diese außergewöhnliche Aufführung zu verfolgen und am Ende lautstark zu bejubeln – es wird von stehenden Ovationen berichtet.

Hier einige Auszüge der Aufführung, die Christian Lindberg per youtube ins Netz stellte:

Rezensionen:
* “Shattering and Monumental” – folkbladet.se

* “Musik som ställer krav” – Norrköpings Tidningar

* “Från dagdröm till kosmos med SON” – kultursidan.nu

Weitere Materialien zum Konzert in Norrköping:
* Christian Lindberg about the rehearsals: http://www.youtube.com/watch?v=AFpw0ts1EaY
* Interview mit Linus Berglund, 1. Fagottist beim NSO: “Jag blev alldeles darrig”: https://www.youtube.com/watch?v=8LDV4rRTv0M

* Konzertankündigung bei kultursidan.nu

Konzertübersicht 2015

Montag, 18. August 2014

* 17. Januar 2015, 18.30,  Stockholm, Barfußlieder // Kafé Klaver, Mikael Karlsson, Ola Sandström, Anja Strautmanis, Johan Renman (Gesang, Gitarre, Cello, Vibraphon) *Informationen*

* 28. Februar 2015, 17.00 Uhr, Wuppertal, Pauluskirche, “Mesto” aus dem 3. Konzert für Streichorchester // Wuppertaler Kammerorchester, Johanna Watzke, *Informationen*

* 22. März 2015, 19.00 Uhr, Radebeul, Landesbühnen Sachsen, 7. Sinfonie // Elblandphilharmonie Sachsen, Jan Michael Horstmann, *Informationen*(issuu, p. 55)

* 22. März 2015, 18.00 Uhr, Karlstad, Domkyrka, “Mesto” aus dem 3. Konzert für Streichorchester & Barfußlieder (Arr. Antal Dorati),  Cecilia Martin-Löf, Peter Kronlöw, Hammarö Kammarkör, Kalstads Okesterförening – *Informationen*

* 2. April 2015, 19.45 Uhr,  Göttingen, Stadthalle, 7. Sinfonie // Göttinger Sinfonieorchester, Christoph-Mathias Müller, *Informationen* (pdf, p. 47)

NEU: 6. September 2015, 15 Uhr, Allhelgonakyrkan, Stockholm, Sonaten für 2 Violinen, *Informationen*

NEU: 8. November 2015, 16.30 Uhr, Nürnberg, Meistersingerhalle, 1. Sinfonie // Nürnberger Sinfoniker, Christian Lindberg, *Informationen*

* 28. November 2015, Norrköping, De Geerhallen, 14. Sinfonie // Symfoniorkester Norrköping, Christian Lindberg

NEU: * between 7th & 12th of December, Taipeh/Taiwan, 4. Sinfonie // Taipei Symphony Orchestra, Christian Lindberg

 

Please bookmark, last update:  April 3rd, 2015

New season, more Pettersson?

Mittwoch, 23. April 2014

At least, the answer can be given already: no, we don’t expect more performances. But one should never give up hope – yes, like every year there will be a few performances coming up. At least two projects in Germany are in progress about which I will give further information when the status is going to be official. Several orchestras are starting to announce their new season programme during this weeks. Of course we will have a look to Norrköping, when Christian Lindberg will perform the 13th Symphony in autumn (date will be published here soon).

For the moment there is only one performance which can be announced: Malmö Symphony Orchestra is remembering its own care for Petterssons music – it’s of course the 7th Symphony we will hear again. Norwegian Ingar Bergby will conduct it on 27th of November, the full season programme *here* (pdf).

Stay tuned for – hopefully – more concert news!

Pettersson in Weimar – “ein schönes Lied über Dinge, die nicht schön sind”

Dienstag, 18. März 2014

Die einzige Aufführung eines Pettersson-Werkes in dieser Saison fand am vergangenen Wochenende in Weimar statt. Stefan Solyom ist seit 2009 Generalmusikdirektor der Staatskapelle Weimar. Bereits im Jubiläumsjahr 2011 hat er in Norrköping als Leiter des dortigen Orchesters die 7. Sinfonie aufgeführt. Weimar ist ja auch durch Peter Gülke und George Alexander Albrecht mit zwei Pettersson-Protagonisten verbunden – allerdings ist mir ist nicht bekannt, ob die Aufführung am vergangenen Wochenende nicht doch die erste Begegnung des Orchesters mit Pettersson war. Gelungen erschien das dramaturgische Konzept, einen “schwedischen Abend” auszugestalten. Auch wenn die Musik vieler Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts kaum über die Landesgrenzen gedrungen ist, lohnt doch eine Begegnung sehr. Ingvar Lidholms “Kontakion” war da ebenso eine bereichernde Erfahrung wie die Aufführung des 2. Klavierkonzertes von Wilhelm Stenhammar, mit Janos Solyom – Onkel des Dirigenten – am Flügel.

In der Konzerteinführung redeten beide auch in Bezug auf Pettersson Klartext: Stefan Solyom hielt die 7. Sinfonie für ein musikgeschichtlich sehr bedeutendes Werk voller Schönheit, bemerkte aber auch offen, dass er “ein, vielleicht zwei Sinfonien der fünfzehn vollendeten für aufführungswert hält, den Rest nicht”. Dem Orchester habe Solyom das Werk nahegebracht, indem er sagte: “Spielen sie es wie ein schönes Lied über Dinge, die nicht schön sind.” Weiterhin schloss Solyom Vergleiche aus – “Pettersson ist Pettersson” und beschrieb die Harmonik der Musik wie ein Haus mit “chromatischen Korridoren”, in welchem man ab und an ein Zimmer mit einer Tonart erreicht und wieder verläßt. Auch der in Schweden sehr bekannte Pianist Janos Solyom konnte zu Pettersson eigene Erfahrungen beisteuern, er traf den Komponisten einige Male. Aus Solyoms Äußerungen ging aber auch hervor, dass die Besuche offenbar nicht angenehm verliefen, denn Pettersson war stark von seiner Krankheit gezeichnet und seine Kontakte zur Außenwelt waren nicht gerade von einfacher Natur.

Die Aufführung der 7. Sinfonie selbst war sehr erfreulich – zwar war die Weimarhalle zu diesem außergewöhnlichen Programm nicht komplett gefüllt, aber man nahm ein aufmerksames Publikum wahr, dass sich direkter Reaktionen nicht verschloss, Applausverweigerung der Abonnenten bereits bei “Kontakion” eingeschlossen. Großen Jubel heimste das Stenhammar-Konzert ein und auch die Pettersson-Sinfonie wurde sehr positiv aufgenommen. Solyom formte mit dem Orchester einen tollen Beginn und fand genau das passende ruhige, in Halben schwingende Tempo, das nötig ist, um aus den Anfangsmotiven den Spannungsaufbau zu erzeugen. Dementsprechend kraftvoll und dennoch klar gesetzt wirkten die Höhepunkte – nicht immer war da die Balance im Tutti optimal, auch die Platzierung von Trompeten und Posaunen in der rechten Ecke der Bühne wirkte (von meinem Platz aus) eher “schattig”. Streicher und Holzbläser kamen sehr gut mit der Partitur zurecht.

Solyom betreute den Fortgang intensiv, allerdings auch im großen Streicherchoral mit ein wenig zuviel romantischem Gestus. Durch ein recht langsames Tempo in den Schlussabschnitten mit den letzten Schlagzeugeinwürfen fehlte mir dann die für Pettersson sehr wichtige Spannung des Abgesanges (die ja bereits die Erinnerung der Erschütterung in sich trägt) – ein Weltklasse-Piano in der Piccoloflöte gemeinsam mit den hohen Streichern im “singenden” Schluss machte das aber wett. Somit erlebte ich eine insgesamt äußerst spannende Aufführung, die auch zeigte, dass die “Arbeit” mit diesem sinfonischen Riesenblock niemals aufhört. Je nachdem wie Dirigent und Orchester die Emphase auf Tempofeinheiten, auf die melodisch Linie, auf Attacken oder Ostinati legen, verschiebt sich die Wahrnehmung der Sinfonie enorm. Hervorhebenswert sei auf jeden Fall auch das Engagement der Musiker, die sich um größtmögliche Homogenität und genaue Ausformung der “Statements” bemühten.