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Pettersson 2012

Liebe Pettersson-Freunde, das Pettersson-Jubiläumsjahr ist nun vorbei, dieses Blog wird natürlich erhalten bleiben und auch fortgeführt, um vor allem auf Termine hinzuweisen, interessante Quellen und Artikel zu verlinken und natürlich das Netzwerk der Interessierten an Petterssons Musik zu unterstützen. Bei dieser Gelegenheit sei auch auf die bei facebook aktive Gruppe „Allan Pettersson Enthusiasts“ hingewiesen. Es gibt noch eine weitere Gruppe dort und auch die schwedische Petterssongesellschaft ist bei facebook aktiv. Ferner lohnt es sich das Blog von Derek Ho zu beobachten, hier erscheinen oft lesenswerte Artikel zu Petterssons Musik. Als Resource und zur Kontaktaufnahme empfiehlt sich schließlich Pettersson100.de, die Seite der Internationalen Allan Pettersson Gesellschaft – eine Mitgliedschaft bietet natürlich die besten Möglichkeiten zur Vernetzung und aktiven Mitarbeit.

Das Jahr ist noch jung und doch gab es schon ein Pettersson-Konzert zu vermelden: am 5. Januar wurde zum Abschluss der 36. Orchesterwoche der Deutsch-Skandinavischen-Jugendphilharmonie das Abschlusskonzert auch mit Werken von Pettersson gestaltet: die Barfußlieder (Solistin Anna-Clara Carlstedt) und der erste Satz der 8. Sinfonie standen auf dem Programm in der fast ausverkauften Berliner Philharmonie – eine Rezension des Tagesspiegels ist hier zu lesen.

Im Januar ist außerdem die Aufnahmesession des Norrköping Symphonieorchesters mit der 6. Sinfonie unter Leitung von Christian Lindberg geplant.

Eine Übersicht über die 2012 bekannten Konzerte mit Werken von Allan Pettersson ist im folgenden Blogeintrag erstellt. Herzlich sei auch dazu eingeladen, Artikel zu kommentieren oder Aufführungen unter keuk (at) pettersson100(punkt) de mitzuteilen.

News: 1. Violinkonzert in Stockholm, Programmänderung Berlin u. a.

Kurz vor Ende des Pettersson-Jubiläumsjahres gibt es einige Neuigkeiten zu vermelden:

* Das 1. Violinkonzert wird am 27.11. in Stockholm, Musikaliska aufgeführt. Solist ist der Geiger Nils-Erik Sparf, es spielt das Stenhammar-Quartett, nähere Informationen  **hier**

* hier noch einmal der Hinweis auf die Veranstaltung in München: die Bayerische Akademie der Schönen Künste veranstaltet am 24. November um 19 Uhr ein Pettersson-Porträt, aufgeführt werden das 1. Violinkonzert und Barfußlieder, Vorträge von Jens-Malte Fischer und Peter Ruzicka ergänzen das Porträt. PDF-Informationen

* nachgetragen sei eine Rezension der Aufführung der 6. Sinfonie mit dem Norrköping Sinfonieorchester unter Leitung von Christian Lindberg bei corren.se

* die Deutsch-Skandinavische-Jugendphilharmonie wird sich zur Jahreswende wieder in Berlin zusammenfinden, auf dem Programm steht dann nicht wie ursprünglich angekündigt die 7. Sinfonie, sondern der 1. Satz der 8. Sinfonie sowie eine Auswahl der Barfußlieder. Die Solistin ist Anna-Clara Carlstedt, es dirigiert Andreas Peer Kähler. ** Informationen **

Weitere News:

* Ein Blogbericht bei „brevlada“ zu den Pettersson-Veranstaltungen in Freiberg

* Dr. Michael Kube wird am 15.12.,20.15 Uhr an der Universität Freiburg/Brsg. einen Vortrag über Pettersson halten.

* Gunnar Källström, vielen als Pettersson-Fotograf ein Begriff, hat eine Ausstellung in Stockholm, die noch bis 20. November zu sehen ist. Nähere Informationen beim Schwedischen Fotografenverband.

* Am 5. September 2012 wird eine Pettersson-Aufführung in Italien stattfinden. Kammermusik spielen dann Giulia Argentino, Violine und Antonio Porpora Anastasio, Klavier. Die Veranstaltung ist in Ravello und beginnt um 21.30 Uhr.

2. Violinkonzert, Sonaten, Barfußlieder und ein Symposion: Pettersson in Freiberg geehrt

Es waren großartige vier Tage, die vor allem die Mitglieder der Internationalen-Pettersson-Gesellschaft aber auch zahlreiche Besucher in Freiberg/Sachsen von Mittwoch bis Sonnabend erleben konnten. Gleich drei Aufführungen Petterssonscher Werke sowie ein wissenschaftliches Symposium mit zahlreichen, spannenden Vorträgen sorgten dafür, dass man auf eine sehr intensive, lebendige Weise dem Pettersson-Jubiläum gerecht wurde, wie es leider auf der Welt in diesem Jahr viel zu selten der Fall war.

Dazu gehörten in Freiberg vor allem einige leidenschaftliche Verehrer und Interpreten des Werkes von Allan Pettersson, die quasi in einer Kettenreaktion dieses kleine Festival erst möglich gemacht haben und sich dabei in den Dienst der Musik stellten: Zunächst Jan Michael Horstmann, GMD des Theaters in Freiberg, dessen Pettersson-Leidenschaft schon in den 90er Jahren entbrannte, als er als Dirigent an der Seite von Peter Gülke in Wuppertal arbeitete, welcher damals Pettersson in Deutschland in großem Umfang in die Konzertsäle und damit ins Bewusstsein holte, damit auch einen Grundstein für die Pettersson-Rezeption in Deutschland legte. Horstmann dirigiere bereits 2009 die 7. Sinfonie in Freiberg. Damals war der Sinfonie das Violinkonzert von Sibelius zur Seite gestellt, die Solistin war eine junge Geigerin aus München: Rebekka Hartmann. Nachdem sie die 7. Sinfonie hörte, war sie ebenfalls „infiziert“, das Resultat war nun die Zusammenarbeit zwischen Horstmann und Hartmann, die keine geringere Vision verfolgten als das 1978 geschriebene, höchst anspruchsvolle 2. Violinkonzert in Freiberg zur Aufführung zu bringen.

Dies geschah nun im 1. Sinfoniekonzert der laufenden Saison, mit Mahlers 10. Sinfonie und Korngolds „Schauspielouvertüre“ stellte Horstmann Werke aus dem Geburtsjahr Petterssons dem Violinkonzert zur Seite und offenbarte damit interessante Querverbindungen. Als die Realisierung dieses Konzertes näher rückte, beschloss die Pettersson-Gesellschaft, nicht nur ein Symposium und die zweijährliche Mitgliederversammlung in Freiberg stattfinden zu lassen, durch das Engagement weiterer Pettersson-Verrückter gab es auch noch zwei Kammerkonzerte: Das Duo Gelland, gerade von einer USA-Tournee zurückgekehrt, wo ebenfalls Pettersson auf dem Programm stand, spielte am Freitagabend die „Sieben Sonaten für 2 Violinen“, und Horstmann selbst setzte sich am Sonnabend ans Klavier, um Petterssons „Barfußlieder“ der Winterreise von Franz Schubert gegenüberzustellen.

Das kam auch beim Publikum gut an – dem 2. Violinkonzert, das erst nach der Pause gegeben wurde, folgte langer Beifall eines bewegten Publikums, das vor der Aufführung auch das im Werk zitierte Barfußlied Herren går på ängen im Original hören konnte. Vor allem honorierten die Zuhörer die Leistung der Solistin Rebekka Hartmann, die dieses 50minütige Monstrum eines Violinkonzertes in einem Satz nicht nur mit unabdingbarer elektronischer Verstärkung meisterte, sondern auch mit einem anhaltend großen Geigenklang und absoluter technischer Souveränität – stets legte sie sich mit vollem Risiko, aber auch großer Spielfreude in jede neue große Welle des Werkes hinein und verhalf dem großen kantablen Abgesang zu tiefem Ernst. Das Orchester unter Horstmann ging da Takt für Takt mit – solcher Enthusiasmus wirkte auch wie befreiend auf die Musiker, die harte Proben hinter sich hatten und sicher für sich selbst erst einmal einen Zugang zu dieser Musik finden mussten. Am Ende wirkte das Konzert bei den Interpreten wie bei den Zuhörern lange nach.

Das Symposium fand unter dem Titel „Pettersson100. Differenzierung und Aufbruch“ von Donnerstag bis Sonnabend in der Musikschule Freiberg statt, hierbei kamen sowohl Vorträge zu einzelnen Werken wie der 4. Sinfonie, Vox Humana und den Barfußliedern zur Geltung, als auch übergreifende Betrachtungen zur Rezeption des Werkes oder zum Stand der Forschung. Alle Vortragsthemen finden sich hier in einem PDF. Die Vorträge sollen auch bald publiziert werden.

* Rezension: Chemnitzer „Freien Presse“, Reinhold Lindner: „Ein Lied Gustav Mahlers und die Folgen“

1. Violinkonzert in Leipzig aufgeführt

Das letzte Oktoberwochenende widmete das Leipziger Streichquartett in gleich mehreren Aufführungen an wechselnden Orten in Leipzig bedeutenden Kammermusikwerken. Am Sonntag beendete das Ensemble seinen Zyklus im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses. Unter dem Titel „Tiefe Einsichten“ gab es zum Abschluss zwei außergewöhnliche Kompositionen von Allan Pettersson und Anton Bruckner.

Handelt es sich bei dem großen Sinfoniker des 19. Jahrhunderts um – von einem frühen Streichquartett abgesehen – dessen einziges Kammermusikwerk, so ist der andere als großer Sinfoniker des 20. Jahrhunderts immer noch nicht recht in der Aufmerksamkeit angekommen. Dass seine – ebenfalls nicht sehr umfangreiche, doch wichtige – Kammermusik einen wertvollen Einstieg zum OEuvre des Schweden, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr fast unbemerkt von der Öffentlichkeit begangen wurde. Um so wertvoller scheint die Würdigung durch das Leipziger Streichquartett, das in diesem Jahr bereits eine Aufnahme mit Kammermusikwerken Petterssons beim Label Dabringhaus & Grimm vorlegte. Darauf ist auch das Konzert für Violine und Streichquartett (1. Violinkonzert) aus dem Jahr 1949 vertreten, dessen verspätetes „Record Release“ man nun in Leipzig erleben konnte.

Fast hatte man den Eindruck, es mit der Handschrift eines „jungen Wilden“ zu tun; zwar stellt das Violinkonzert Petterssons Debut als Komponist in der Konzertöffentlichkeit dar, aber der zum Zeitpunkt der Uraufführung 40jährige Komponist hatte schon ein erstes „Leben“ als Bratscher im Stockholmer Orchester hinter sich, bevor er zu dieser Zeit beschloss, fortan nur noch zu komponieren. Was aber ist dies für ein ungestümes, dramatisches und den Zuhörer mit jeder Note packendes Werk. Die Tonsprache ist schroff, in – Pettersson-Hörern von der später entstandenen Sinfonik her vertrauten – vielen Wellen rollen immer neue Höhepunkte heran, die versiegen, abbrechen, neue Wellen erzeugen. Die chinesische Solistin Yamei Yu tritt nur zu wenigen Kadenzen hervor, alle fünf Musiker haben oft gleichberechtigte, hochvirtuose Parts zu bewältigen. Selten beruhigt sich das Werk, um dann, noch im Adrenalin des vorausgegangenen Höllenrittes, zauberhafte, plötzlich tonal gefärbte melodische Abschnitte hervorzubringen. Dem Leipziger Streichquartett gelang eine überlegte und zupackende Interpretation; das Ensemble schaffte es sogar, den ersten Satz auf eine fast leichtfüßige rhythmische Basis zu stellen und so Kontraste zum Folgenden aufzubauen. Großer Applaus für diese musikalische Entdeckung war die Folge, und vielleicht für manchen im Publikum der Anlass, sich mit dem interessanten Werk des Komponisten näher zu beschäftigen.
Die Partnerschaft mit Anton Bruckner im selben Konzert gerät ungewöhnlich, wenngleich man Parallelen gerade in der Großbögigkeit der Anlage versucht ist zu ziehen, die sich aber erst später in Petterssons sinfonischem Werk offenbaren. So wirkte Bruckners „kleine“ Sinfonie für fünf Streicher vor allem in den ersten beiden Sätzen seltsam unbekümmert und das Quintett (mit Barbara Buntrock als Gast an der zweiten Bratsche) brauchte eine Weile, um sich in diese neue Klangwelt einzufinden. Sehr stark war dann das Adagio als Zentrum des Werkes ausgestaltet und genaues Zuhören führte zu einer überzeugenden, in der zelebrierten Langsamkeit niemals den Fluss verleugnenden Interpretation. Mit einer Fuge von Bach als Zugabe verabschiedete sich das Leipziger Streichquartett von diesem intensiven, Horizonte öffnenden Kammermusikwochende.

Pettersson-Ehrung in Mittelsachsen: Konzerte & Symposium

In den nächsten Tagen findet in Mittelsachsen fast ein kleines Pettersson-Festival statt. Im Mittelpunkt steht die Aufführung des 2. Violinkonzertes in Döbeln (28.10., 20 Uhr) und Freiberg (3.11., 19.30 Uhr) mit Rebekka Hartmann (Violine) und der Mittelsächsischen Philharmonie unter Leitung von GMD Jan Michael Horstmann innerhalb des 1. Sinfoniekonzertes.

Zeitnah zum Konzerttermin findet ein wissenschaftliches Symposium in der Musikschule Freiberg statt, das von der Internationalen Allan-Pettersson-Gesellschaft veranstaltet wird. Am 4.11., 20 Uhr sind zudem die „7 Sonaten für zwei Violinen“ mit dem Duo Gelland zu erleben, am 5.11. findet um 16 Uhr zum Abschluss ein Lied-Recital mit den „Barfußliedern“ im Kontrast zu Schuberts Winterreise statt.

Alle Informationen sind auf dem hier beigefügten PDF: Pettersson: Konzerte und Symposium in Freiberg zu finden. Karten für alle diese Veranstaltungen gibt es direkt beim Mittelsächsischen Theater Freiberg.

Weiterhin darf schon auf die Veranstaltungen in Leipzig am 30.10. (1. Violinkonzert im Gewandhaus) und in München am 24.11. (Pettersson-Porträt in der Akademie der Schönen Künste) hingewiesen werden.

Petterssons 100th – a summary

Five days after Allans 100th birthday I will give a summary of the events which took place, combined with links, reviews and features of interest. Nevertheless the centenary season is continuing – with several concerts coming up, see the concert page (updated 24/9) for details.

Concerts

* Roman Kofman conducted the 7th symphony in Amsterdam, Concertgebouw (17.9.)

* Peter Ruzicka conducted the 7th symphony in Oldenburg (18.9./19.9.), review in Nordwest-Zeitung (19.9.)

* Eivind Aadland conducted the 7th symphony with Oslo Philharmonic in Oslo (22.9.), review on KulturSpeilet

* Christian Lindberg gave a special encore in Konserthus Stockholm on 22.9., after Anders Eliassons trombone concerto he decided to play „Min längtan“ on the trombone and recited the text, too.

Articles

* Norman Lebrecht wrote on „Slipped Discs“: „The centenary that everyone forgot“ (16.9.)

* Svenska Dagbladet published a portrait of Allan Pettersson: „Stridbar symfoniker“ (17.9.)

* Alban Nikolai Herbst wrote an article for the Frankfurter Allgemeine Zeitung (24.9.) (see blog entry)

Broadcasts

Deutschlandradio Kultur, WDR, NDR Nordwestradio, Nederlands Radio4 and the British BBC3 program broadcasted programs about Allan Pettersson – within the BBC program a new production of the 7th symphony with the BBC Scottish SO, conducted by Stephen Bell, was presented, the Dutch Radio4 broadcasted a performance of the Radio Filharmonisch Orkest, cond. Roman Kofman.

* Svenska Television published the documentary „Vem fan är Allan Pettersson“ (1974) (online in full length!)

* Sveriges Radio P2 broadcasted a documentary „Att komponera är att protestera mot verkligheten“ (18.9.), presented works of AP in ad lib (19.9.) and a program „Min längtan“ (25.9., 14h !). From 19th of September on all symphonies will be broadcasted. See the Pettersson Page on P2

* Sveriges Radio P1 „Minnen“ published interview excerpts with AP – listen to Allan here

* WDR, Sept 17th, „Variationen“, 16:05 p.m., Portrait (46“) – *Informations*

* Nederlands Radio 4, „Concerthuis“, concert with Radio Filharmonisch Orkest, Roman Kofman (7th symphony) *Webpage* – stream available!

* BBC3, Sept 19th, „Afternoon on 3 – Money isn’t everything“, 3 p.m. *Informations* (Stream available till 26/09/11 !!)

* WDR, Sept 19th, within the programme „TonArt“, 15:05 p.m. (9“) – *Information & Stream*

* Deutschlandradio Kultur, Sept 19th, 20:03 p.m., (1’25“) Portrait & Music

* Nordwestradio (RB / NDR), Sept 19th, 20:05 p.m. Allan Pettersson & Swedish Music in the 20th Century

* Bayerischer Rundfunk online, Sept 19th, (2“) „Was heute geschah“

Blogs & Other

* Webb-TV.nu presents the new film documentary about AP and the 1st symphony (Bonus-DVD  of the BIS CD-production), the film can be seen gratis online till 3.10.2011

* Essay on the „Seven Sonatas“ from Cecilia Gelland on Derek Ho’s Pettersson Blog (18.9.)

* Kulturdelen (18.9.)

* Musik- och teaterbloggen, Pär Johansson (18.9.)

* Bokstugan (Karlskronas bibliotek) (19.9.)

* Annapolis (19.9.)

* Den langsamma bloggen: „Vem fan var Allan Pettersson“ (21.9.)

CD-Reviews

* Süddeutsche Zeitung about AP Chamber Music/MDG (Harald Eggebrecht, 7.9.): „Brüten“

* Svenska Dagbladet about BIS Symphony 1&2/Lindberg (14.9.): „Petterssons egen röst tar form“

* Sveriges Radio about BIS Symphony 1&2/Lindberg (18.9.)

100. Geburtstag am 19. September

Der 100. Geburtstag ist nun vorüber – es gab einige Aufführungen und Würdigungen von Allan Petterssons Geburtstag, aber wie Norman Lebrecht mit Recht bemerkte, ist es „The Centenary that everyone forgot“ – aufgrund von Abwesenheit werde ich in den nächsten Tagen das Blog wieder mit Rezensionen und Artikeln bestücken, es gibt einiges Lesenswertes (hier vorab schon einmal ein großer Artikel im Svenska Dagbladet von Jenny Leonardz).

Heute jedoch Pettersson in Bild und Ton – das schwedische Fernsehen hat eine Dokumentation namens „Vem fan är Allan Pettersson“ (Wer zum Teufel ist Allan Pettersson) aus dem Jahr 1974 wiederveröffentlicht, hier anzusehen.

New BBC-Production of the 7th Symphony

As I wrote before there are signs that the british BBC 3  will take part in the Pettersson centenary activities. Obviously, a performance of the 7th Symphony already took place in Glasgow on June the 17th, with the BBC Scottish Symphony Orchestra, conducted by Stephen Bell. (See notice on the page of Chester Novello) – It seems that this concert was recorded and will be now broadcasted by BBC3 (program info here) – but likely there will not follow a  CD production, I think.

Pettersson – Symposium in Stockholm & Dresden

The Swedish Pettersson Society announces a celebration of the Pettersson centenary for 1st & 2nd October (1-5 p.m. each day) in Högalids församling (Högalids Church) in Stockholm. More can be find *here* – It will be held seminars by Laila Barkefors, Per-Henning Olsson, Lars Åke Lundberg a. o., the music will be Barfotasånger with Mathias Brorson, Annelie Korsfeldt and Stefan Nymark, piano, Sonatas for 2 violins with Duo Gelland and Violin Concerto No 1 with Jonas Lindgård and The Weber Qartet.

The German International Allan Pettersson Society also offers a symposium close to the performance of the 2nd Violin Concerto (November the 3rd)  in Freiberg/Sachsen. It will take place 3rd to 5th of November. Informations will be announced soon here. On Friday the 4th, 8 p.m. Duo Gelland will perform the Sonatas of Allan Pettersson.

CD-Neuveröffentlichung: 1. & 2. Sinfonie mit Christian Lindberg


Heute ist (in Deutschland) die Aufnahme der 1. und 2. Sinfonie von Allan Pettersson mit dem Norrköping Symphony Orchestra unter Leitung von Christian Lindberg erschienen, damit ist es nach der MDG-CD mit Petterssons früher Kammermusik und dem 1. Violinkonzert die zweite Veröffentlichung im Jubiläumsjahr 2011. Die beiden Sinfonien wurden im Mai/Juni 2010 in Norrköping aufgenommen  – vorausgegangen waren Konzerte mit der Uraufführung dieser Fassung der 1. Sinfonie, mit der sich Pettersson bis 1959 immer wieder beschäftigte, die aber nie eine endgültige, aufführbare Fassung annahm und zu seinen Lebzeiten somit auch nicht zur Aufführung kam. Petterssons ebenfalls zu Beginn der 50er Jahre entstandene 2. Sinfonie, die hier auch auf der CD vertreten ist, ist somit das erste vollständige und vom Komponisten selbst zur Aufführung autorisierte sinfonische Werk.

Nach den drei Streicherkonzerten und den Barfußliedern in der Orchesterfassung ist dies der Start der Sinfonien-Edition mit Lindberg bei BIS (die 6. Sinfonie folgt als Produktion 2012), nachdem der schon in den 90ern begonnene Zyklus mit Leif Segerstam wohl nicht mehr fortgesetzt wird.

Unbedingt erwähnenswert und wertvoll ist auch die der Aufnahme beigegebene DVD, die einen 60(!)minütigen Film über die Entstehung der Aufführungsfassung der 1. Sinfonie enthält, mehr noch: auch für Pettersson-Unkundige ist der ausführliche biografische Einblick und die zahlreichen Interviews, u. a. auch Ausschnitte aus dem Radio-Interview mit Pettersson selbst aus dem Jahr 1972 sehr informativ.

Die CD der schwedischen Firma BIS (Nr. CD-1860) wird in Deutschland von Klassik-Center-Kassel vertrieben und ist z. B. bei jpc.de erhältlich.

Eine ausführliche Rezension der CD sowie Links zu Besprechungen folgt an dieser Stelle in den nächsten Tagen.

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